In den frühen Morgenstunden des 15. Januars hat sich ein Transportflugzeug der Bundeswehr vom Typ A400M „Atlas“ des Lufttransportgeschwaders 62 (LTG 62) vom niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf aus auf den Weg zur grönländischen Hauptstadt Nuuk gemacht. An Bord befinden sich auf Einladung Dänemarks 13 deutsche Soldatinnen und Soldaten als Erkundungsteam.

Unterdessen hat Dänemark einen Ausbau seiner Militärpräsenz auf Grönland angekündigt. Erste Soldaten aus Dänemark und Frankreich sollen laut Presseberichten dort bereits eingetroffen sein. Die dreitägige deutsche Erkundung vor Ort soll zusammen mit Vertretern weiterer Partnernationen stattfinden, beispielsweise aus Norwegen und Schweden.

Ein Erkundungsteam der Bundeswehr befindet sich auf dem Weg nach Grönland.
(Foto: Bundeswehr)

Der Auftrag des deutschen Vorauskommandos lautet gemäß Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), „die Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Region zu erkunden, beispielsweise für Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung.“ Gedacht ist dabei an den Seefernaufklärer P-3 „Orion“.

All dies geschieht vor dem Hintergrund ständig wiederholter Bekräftigungen des US-Präsidenten Donald Trump, die größte Insel der Welt „aus Gründen der nationalen Sicherheit Amerikas“ übernehmen zu wollen. Die Vereinigten Staaten müssten angeblich Russland und China zuvorkommen.

Gerd Portugall