Das niederländische Verteidigungsministerium hat mit dem US-Fahrzeughersteller Oshkosh Defense einen weiteren Vertrag über die Lieferung von Joint Light Tactical Vehicle (JLTV) in der Version n der Version Dutch Expeditionary Patrol Vehicles (DXPV) abgeschlossen. Nach der Information von Oshkosh hat der Vertrag einen Wert zwischen 25 und 30 Millionen US-Dollar (umgerechnet 21 bis 26 Millionen Euro).

JLTV auf niederländische Anforderungen zugeschnitten

Mit dem offenen Systemansatz von Oshkosh ist die DXPV-Plattform so konzipiert, dass sie die Integration neuer Technologien und Missionssysteme ermöglicht, schreibt der Hersteller. Dieser Ansatz ermögliche es den Niederlanden, Modernisierungsprioritäten effizient aufeinander abzustimmen und gleichzeitig die operative Flexibilität für eine Vielzahl von Missionen zu gewährleisten.

Das Fahrzeug ist die auf die niederländischen Anforderungen des Future Littoral All Terrain Mobility – Patrol Vehicle (FLATM-PV) zugeschnitten und kann in den in den Niederlanden vorhandenen Luftfahrzeugen CH-47, C-130H transportiert und für amphibische Einsätze genutzt werden. Der Grundschutz gegen ballistische Bedrohungen und Ansprengungen (z.B. mit Minenschutzsitzen) kann bedarfsgerecht angepasst werden. Das DXPV soll unter dem Namen Kaaiman in die Truppe eingeführt werden.

Mehr als 175 JLTV führen die Niederlande ab 2028 als Kaaiman beim Korps Mariniers ein. (Foto: Oshkosh)

DXPV-Schulungskits für das Korps Mariniers

Die Fahrzeuge sind nach Angabe des Ministeriums für die Ausstattung des Korps Mariniers vorgesehen, das über zwei Mariniersbataillone verfügt mit starken infanteristischen Anteilen.

Zum Vertragsumfang gehören zwei DXPV-Schulungskits, mit denen die niederländische Soldaten sofort mit der Ausbildung beginnen können, was einen nahtlosen Übergang und eine nachhaltige Einsatzfähigkeit ermöglicht. 

Erster Vertrag mit 150 JLTV-DXPV

Die Niederlande haben im Juni 2025 einen Vertrag über die Lieferung von 150 JLTV-DXPV abgeschlossen mit einem vereinbarten Beginn der Auslieferungen ab 2028. Das Vertragsvolumen wurde mit umgerechnet 128 bis 171 Millionen Euro angegeben. Damit lässt sich der Stückpreis auf rund eine Million Euro abschätzen.

Für den neuen Vertrag bedeutet das, dass zwischen 25 und 30 weitere Fahrzeuge geliefert werden sollen.

Gerhard Heiming