Die Präsidentin des BAAINBw, Annette Lehnigk-Emden, und Vertreter des israelischen Verteidigungsministeriums (IMoD) haben am 18. Dezember den 1. Änderungsvertrag zur Beschaffung von Waffensystemen Arrow unterzeichnet. Am Tag zuvor hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages dafür 3,1 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 2,6 Milliarden Euro) freigegeben. Damit wächst der Beschaffungswert für das Raketenabwehrsystem auf 5,7 Milliarden Euro.

Für Israel ist das der größte Verteidigungsexport aller Zeiten, schrieb das IMoD auf Facebook. Unter der vom israelischen Verteidigungsminister Israel Katz und IMOD-Generalmajor Amir Baram geleiteten Strategie des IMoD werde die Ausweitung der Verteidigungsexporte – einschließlich des Arrow-Vertrags – den Aufbau der Streitkräfte der IDF erheblich verbessern und Israels Verteidigungsindustrie und Wirtschaft stärken.

Das Arrow-3-System, das während des Krieges beeindruckende operative Fähigkeiten mit Dutzenden erfolgreicher Abfangaktionen unter Beweis gestellt hat, wird gemeinsam von Israel und der US Missile Defense Agency (MDA) entwickelt und produziert. IAI dient als Hauptauftragnehmer für die Entwicklung und Produktion des Arrow Luftverteidigungssystems.

Mit dem Änderungsvertrag sollen die Anzahlen der Startgeräte und Lenkflugkörper für das Arrow Weapon System Germany (AWG) erhöht werden. Bisher sah der Plan drei Einsatzorte für Arrow vor. Mit der Ausweitung könnte die Anzahl der Einsatzorte verdoppelt werden. Israel hat zugesagt, die Produktionsrate der nach Deutschland zu liefernden Arrow 3 Abfanggeräte und Werfer deutlich zu erhöhen.

Gerhard Heiming