Die Projekt System & Management GmbH (PSM), ein Joint Venture von Rheinmetall und KNDS Deutschland (KNDS), ist am 19. Dezember mit der Herstellung und Lieferung weiterer 200 Schützenpanzer (SPz) Puma des 2. Loses beauftragt worden. Das haben die Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekanntgegeben. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte am 17. Dezember 4,2 Milliarden Euro freigegeben, die sich die Partner im Joint Venture hälftig aufteilen.
Neue Schützenpanzer Puma und Modernisierung
Da 2023 bereits 50 SPz im 2. Los in Auftrag gegeben wurden, wächst der Bestand im Heeres mit den 350 SPz des 1. Loses auf insgesamt 600 Puma an. Zusammen mit den rund 260 SPz Marder könnten – ohne Berücksichtigung von Reserven – rund 19 Panzergrenadierbataillone ausgerüstet werden. Ob das für die Erfüllung der neuesten NATO-Forderungen ausreicht, kann erst abgeschätzt werden, wenn die Strukturplanungen des Deutschen Heeres veröffentlicht werden.
Neben den jetzt bestellten 200 Gefechtsfahrzeugen umfasst die Beauftragung zusätzlich auch die Beschaffung von entsprechenden Schutzmodulen samt Lagerbehältern. Ferner ist für 2026 ein weiterer Änderungsvertrag für den Konstruktionsstand S2 geplant. Damit sollen in Anlehnung an den Turm des Radschützenpanzers Schakal Obsoleszenzen beseitigt und weitere Fähigkeiten wie Drohnenabwehr implementiert werden.
Zurzeit läuft die Modernisierung von 297 SPz Puma des ersten Loses, mit der die Panzer bis 2029 auf den Konstruktionsstand S1 gebracht werden. Dabei erhalten die Fahrzeuge hochauflösende tag- und nachtsichtfähiger Kamerasysteme, das Mehrrollenfähigen Leichten Lenkflugkörpersystems (MELLS) sowie eine digitale Funkgeräteausstattung.
SPz Puma ist das Hauptwaffensystem der Panzergrenadiere
Nach der Beschreibung der Hersteller ist der Schützenpanzer Puma das Hauptwaffensystem der deutschen Panzergrenadiertruppe und eines der weltweit leistungsfähigsten und modernsten Systeme seiner Art. Er biete Platz für eine Besatzung von neun Mann – Kommandant, Richtschütze und Fahrer sowie einen Schützentrupp von sechs Soldaten. Neben einem modularen, hochwirksamen Schutz besitzt der Puma ein einzigartiges Durchsetzungsniveau und die Fähigkeit, im Rahmen vernetzter Operationen eingesetzt zu werden.
Gerhard Heiming
















