Wie das Verteidigungsministerium in London am 8. November berichtet hat, besuchte Ressortchef John Healey MP vor wenigen Tagen den Marinestützpunkt Portsmouth am Ärmelkanal. Bei dieser Gelegenheit stellte der Verteidigungsminister das „Atlantic-Bastion“-Programm vor. Dieses kombiniert unbemannte Wasserfahrzeuge und künstliche Intelligenz (KI) mit Kriegsschiffen und Seefernaufklärern, um eine extrem fortschrittliche hybride Streitkraft zu schaffen, die Unterseekabel und Rohrleitungen schützt.

Grafik: BAE Systems
Dieses „weltweit führende Programm zur Unterwasser-Kriegführung“, so das Ministerium, sei eine direkte Antwort auf den Anstieg von russischen U-Boot- und sonstigen Unterwasseraktivitäten. Dazu zählten auch die Aktivitäten des russischen Spionageschiffes „Yantar“ in den Gewässern rund um das Vereinigte Königreich und von russischen Kriegsschiffen im Ärmelkanal. Britische Nachrichtendienste, so das Ministry of Defence, hätten festgestellt, dass der russische Machthaber Putin gegenwärtig seine Flotte modernisiere, um Unterseekabel und Rohrleitungen angreifen zu können.

Grafik: Helsing
Industrielösungen für „Atlantic Bastion“
Autonomie in der Seekriegführung, so Scott Jamieson, Managing Director von BAE Systems Maritime and Land Defence Solutions, „das ist genau der Grund, warum wir ‚Herne‘ entwickelt haben, das erste autonome, besonders große U-Boot für militärische Nutzung (XLUUV) des Vereinigten Königreichs und sein vollständig autonomes militärisches Kontrollsystem, Nautomate‘.“ Neben ‚Herne‘ sind an dem britischen Programm unter anderem auch der autonome Unterwassergleiter SG-1 „Fathom“ und die KI-Plattform „Lura“ des Münchner Technologieunternehmens Helsing beteiligt. „Aufgrund selbstfinanzierter Entwicklung und Erprobungen von SG-1 ‚Fathom‘ and ‚Lura‘ im Vereinigten Königreich“, so Amelia Gould, General Manager Maritime bei Helsing, „haben wir die Leistungsfähigkeit fortschrittlicher KI und Autonomie als ‚Game Changer‘ im Unterwasser-Kampfraum demonstriert.“
Gerd Portugall







