Ralph Zwilling & Uwe Hellmann: Fahrzeuge der Bundeswehr seit 2005, Band 1, Tankmasters Publishing, Ahorn/Coburg, 160 Seiten, 248 Bilder, 14 Info-Kästen, 29,95 €, ISBN 978-3-9827959-0-4
Mit dem Kampfpanzer Leopard 2 und den Schützenpanzern Marder und Puma beschäftigt sich der erste Band der neuen Broschürenreihe Fahrzeuge der Bundeswehr seit 2005. Die Reihe baut auf das Standardwerk Fahrzeuge der Bundeswehr seit 1955 von Jürgen Plate, das letztmals 2005 aktualisiert worden ist. Die Autoren sehen die Bildbände als zukünftiges Standardnachschlagewerk über Fahrzeuge im aktiven Dienst bei der Bundeswehr.

Beschreibungen von Fahrzeugentwicklung, Technik und Stationierung aller wesentlichen Varianten der Gefechtsfahrzeuge bis zu den neusten Versionen Puma S1 2. Los und dem Leopard 2 A8 werden durch umfangreiche Bebilderung erläutert. In den Übersichts- und Detailbildern werden weitere technische Merkmale und Besonderheiten dokumentiert und dargestellt.
Vom Schützenpanzer Marder werden acht Versionen beschrieben. Der Marder 1 A3 bildet die Grundlage der Systemdarstellung. Die modernsten Versionen A5 und A5A1, die sich in den Einsätzen bewährt haben bilden den Schlusspunkt für das Gefechtsfahrzeug, das eigentlich schon vom Puma abgelöst sein sollte.
Wie schwer sich der Schützenpanzer Puma bei der Einführung getan hat, deuten die Beschreibungen an. Erst mit der Version VJTF war er einsatzreif. Die Nachrüstungen laufen weiter wegen technischen Fortschritten und sich wandelnder Bedrohung. Das gerade bestellte 2. Los ist die jüngste der insgesamt fünf vorgestellten Versionen.
Nach 46 Jahren im aktiven Dienst ist der Leopard 2 in die Jahre gekommen und trotzdem durch Um- und Nachrüstungen an der Spitze der Panzertechnik. Zehn Versionen sind aufgelistet, vom ersten Standard A4 bis zum gerade erst öffentlich vorgestellten A8. Die Beschreibungen lassen erkennen, wie sehr Politik und Finanzen Entwicklungen bestimmen, unabhängig vom tatsächlichen Bedarf.
Als Liebhaber von Tabellen vermisse ich Übersichten zu Stückzahlen und Zeitlinien, die man in den Texten mühsam zusammensuchen muss.
Mit viel technischem Sachverstand und fotografischem Gespür haben die Autoren die drei Gefechtsfahrzeuge dargestellt. Nach dem Lesen weiß der Leser, dass er diese Broschüre immer wieder Hand nehmen wird, um vor allem technische Details nachzuschlagen. Nutzer, Techniker und Fans werden begeistert sein. Die Vorfreude auf die Bände zwei bis sechs wächst.
Gerhard Heiming









