Das norwegische Heer erhält das amphibische Brücken- und Fährensystem M3. Einen entsprechenden Liefervertrag haben die norwegische Beschaffungsbehörde Norwegian Defence Materiel Agency (NDMA) und General Dynamics European Land Systems–Bridge Systems (GDELS) am 28. November unterzeichnet. Damit wird die operationelle Basis für dieses Brückensystem weiter gestärkt. In der nordischen Verteidigungskooperation NORDEFCO haben sich bereits Schweden und Dänemark für die Amphibie M3 entschieden.

M3-Nutzer in der NATO und in Asien
Deutschland und Großbritannien nutzen die M3 seit Jahren in einem gemeinsamen Bataillon. Am 30. Oktober hat die OCCAR für die beiden Länder mit GDELS einen Entwicklungs- und Herstellungsvertrag für M3 EVO, die als Schwimmschnellbrücke 2 ab 2029 eingeführt werden soll. Der sechste M3-Nutzer in der NATO ist seit 2021 Lettland. Weitere Betreiber sind Südkorea, Indonesien und Singapur.
Nach Angabe von GDELS hat sich die Amphibie M3 als das schnellste und flexibelste Übersetzmittel am Markt etabliert und auch seine Eignung für den nordeuropäischen Einsatzraum bereits unter Beweis gestellt.
Vielseitig einsetzbare Systeme
Das Unternehmen beschreibt das amphibische M3-System als für den Transport von gepanzerten Fahrzeugen über Wasserhindernisse konzipiert, entweder im Fährmodus oder als mobile Pontonbrücke. Jede M3-Einheit ist 12,8 Meter lang, fast vier Meter hoch und wiegt 28 Tonnen. Mit einer Nutzlast von über 120 Tonnen wird das Fahrzeug von einer zwei- oder dreiköpfigen Besatzung bedient. Diese Systeme sind vielseitig einsetzbar und eignen sich sowohl für militärische Operationen als auch für zivile Verteidigungsanwendungen.
Zum Beschaffungsumfang und Liefertermin hat GDELS keine Angaben gemacht. Nach Presseberichten hat der Vertrag ein Volumen von 1,2 Milliarden Norwegische Kronen (umgerechnet 100 Millionen Euro). Basierend auf bekannten Vorgängen der jüngeren Vergangenheit lässt sich daraus die Anzahl der Systeme auf etwa 20 bis 25 Systemen abschätzen.
Gerhard Heiming












