Die europäische Beschaffungsagentur OCCAR hat den Wartungsvertrag (In-Service Support, ISS) für das Artillerieortungs-Radar COBRA (Counter Battery Radar) für weitere drei Jahre bis Ende 2028 verlängert. Seit 2012 war die ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH Vertragshalter. Nach der Übernahme führt Hensoldt den Vertrag nun weiter.
Mit diesem neuen ISS-Vertrag, der auf einem erneuerten Memorandum of Understandig (MoU) zwischen Deutschland und Frankreich basiert, bekräftigen die OCCAR und die teilnehmenden Staaten ihr Vertrauen in Hensoldt als strategischer Industriepartner für die Unterstützung der COBRA-Systeme für die nächsten drei Jahre und eventuell darüber hinaus bis zum Ende ihrer Nutzungsdauer (möglicherweise 2035).

Kernleistungen des Wartungsvertrags
Hensoldt zeichnet nach eigener Angabe als System Design Authority auch weiterhin für folgende Kernleistungen verantwortlich: Konfigurationsmanagement, technisches Ereignismanagement, technische Unterstützung, Wartung vor Ort, logistische Dokumentation, IT-Sicherheitsmanagement, Qualitätssicherung und Safety, mit besonderem Schwerpunkt auf Obsoleszenz-Management und -behebung. Damit leistet Hensoldt wichtige Beiträge, um die Systemverfügbarkeit bis 2035 und darüber hinaus zu ermöglichen.

Aktuelle Bestände
Bis 2007 lieferte EuroArt, ein Konsortium aus EADS (heute Airbus Defence and Space), Thales und Lockheed Martin, 29 COBRA-Systeme an Deutschland (12), Frankreich (10) und Großbritannien (7) aus. Großbritannien gab seine Systeme an Jordanien ab, Deutschland verkaufte zwei Systeme an die Türkei und gab eines an die Ukraine ab.
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