Das autonome besatzungslose Bodenfahrzeug (autonomous Uncrewed Ground Vehicle, A-UGV) Mission Master SP2 von Rheinmetall wurde bei den NATO Übungen OPEX REPMUS (Operational Exercise Robotic Experimentation and Prototyping with Maritime Unmanned Systems) und DYMS (Dynamic Messenger) in Portugal für Sea-to-Land-Operationen eingesetzt. Darüber informierte Rheinmetall am 18. November.
Ziel der Übungen in Portugal war es, in Zusammenarbeit von Streitkräften der NATO-Alliierten, akademischen Einrichtungen und führenden Industrieunternehmen Innovationen voranzutreiben und die Interoperabilität im maritimen Bereich zu verbessern. Organisatoren waren die portugiesischen Marine, die NATO und die Europäische Verteidigungsagentur EDA.

Operative Experimente mit Mission Master
Die operativen Experimente boten Gelegenheit, Technologien der nächsten Generation unter missionsrelevanten Bedingungen zu validieren. Rheinmetall präsentierte Kommando- und Kontrollsysteme, fortschrittliche Sensortechnologien und Missionsmanagementplattformen, die für den Einsatz in komplexen, multinationalen Operationen entwickelt wurden.
In das Szenario Hafenschutz waren der Mission Master SP2 und der „Roboterhund“ LASSy sowie das Betriebssystem PATH
Autonomous Kit eingebunden. Die gemeinsamen Aktionen – auch mit UxV anderer Anbieter – wurden über die Battlesuite gesteuert, einen App-Store-ähnlichen gemeinsamen Informationsraum, der Datensilos beseitigt und schnell integrierbare, einsatzbereite Fähigkeiten ermöglicht, wie Rheinmetall schreibt.
Der elektrische angetriebene Mission Master war für die Sea-to-Land-Operation mit Auftriebskörpern an beiden Seiten ausgerüstet. Für die Aufklärung waren ein Sensormast mit EO-Kameras, Radar und eine kabelgebundene Drohne von Elistair installiert. Für den Aufklärungsauftrag im Rahmen des 360°-Hafen- und Küstenschutzes wurde der Mission Master zu Wasser gelassen und führte seinen Auftrag autonom aus. Der Grad der Autonomie wird über das PATH-Kit bestimmt, das jederzeit steuernde Eingriffe erlaubt.
Zuverlässiger Betrieb unter rauen Küstenbedingungen
Insgesamt wurde der Mission Master Rheinmetall zufolge in einem Zusammenspiel aus autonomer Navigation, modularer Nutzlastintegration und hoher Anpassungsfähigkeit eingesetzt – neben der Aufklärung, zur Überwachung und logistischen Unterstützung. In Kombination mit maritimen Sensorsystemen konnte das besatzungslose Bodensystem seine Fähigkeit, in rauen Küstenbedingungen zuverlässig und performant zu agieren, wie das von Rheinmetall mitgelieferte Video zeigt.
„Die Übung REPMUS bot eine hervorragende Gelegenheit, das Zusammenspiel boden- und luftgestützter unbemannter Systeme in einem anspruchsvollen NATO-Umfeld zu erproben. Mission Master und LUNA NG haben eindrucksvoll gezeigt, wie Technologie und Integration unsere Verteidigungspartner wirksam unterstützen können“, so Gregor Mannherz, Vertriebsleiter Marinesysteme bei der Rheinmetall Electronics GmbH.
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