Auf der Peene-Werft in Wolgast ist das dritte von drei neuen LNG-betriebenen Zollschiffen, die „Friesland“ feierlich übergeben worden. Die 55 Meter langen Patrouillenboote werden zur Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs und zur Bekämpfung von Schmuggel in Nord- und Ostsee eingesetzt. Der Zoll ist – wie auch Bundespolizei und Fischereischutz – Teil der Küstenwache des Bundes, die Aufgaben wie Grenzschutz, Umweltkontrolle und Schiffsüberwachung in Nord- und Ostsee wahrnimmt.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil bezeichnete die Schiffe als Teil eines umfassenden Erneuerungsprogramms der Zollflotte, mit dem der Zoll in einer angespannten Sicherheitslage Menschen und Wirtschaft besser schützen könne. Auch Nachhaltigkeit spiele eine wichtige Rolle: Dank verflüssigtem Erdgas (LNG) als Treibstoff erfüllen die Neubauten hohe Klimaschutzstandards und tragen das Umweltzeichen „Blauer Engel“.

Klingbeil hob zugleich die industriepolitische Bedeutung hervor und bekräftigte, man werde um jeden Industriearbeitsplatz – auch in der maritimen Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns – kämpfen. Neben dem Bundesfinanzminister gehörten die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns Manuela Schwesig und der Vorstandsvorsitzende der Rheinmetall AG zu den Ehrengästen der Zeremonie. Letzterer nicht zufällig: Der Rüstungskonzern hat vor kurzem die NVL Group übernommen, was Armin Pappberger nun auch zum Werftbesitzer, unter anderem der Peene-Werft, macht.

Hans Uwe Mergener und Michael Nitz







