In einer Preview gab die weltleitmesse der maritimen Wirtschaft in Hamburg, Shipbuilding, Machinery & Marine Technology (SMM) Einblick in die bevorstehende Konferenz „Maritime Security & Defence“ (MS&D), die am 25. November 2024 im Internationalen Maritimen Museum Hamburg stattfindet.

Die MS&D wurde 2009 erstmals durchgeführt und war in den Folgejahren als feste Konferenzreihe in die SMM integriert. In diesem Jahr findet sie erstmals wieder losgelöst von der Messe statt – mit eigenem Profil und erweitertem Anspruch. Ziel ist es, die lange Lücke bis zur nächsten SMM im September 2026 zu überbrücken und sicherheitspolitisch drängende Themen frühzeitig aufzugreifen.

Mit der Zeitenwende und dem einhergehenden „It’s all about Procurement!“ wird „Beschaffung zu einem strategischen Instrument, um die Einsatzfähigkeit unserer Streitkräfte sicherzustellen“, stellt Dr. Klaus Borgschulte, Vorsitzender des SMM-Beirats fest. Folglich stellt die jetzige MS&D die Beschaffungsprozesse und ihre Beschleunigung in den Mittelpunkt der Erörterungen.
Dabei will die MS&D eine Brücke zwischen den Verantwortlichen in der Beschaffung und in der Industrie schlagen. „Das Geld ist da, die Beschaffungsstrukturen sind da – aber viele gerade kleinere und mittlere Unternehmen wissen nicht, wie Beschaffung in Deutschland und Europa funktioniert“, erklärt Claus-Ulrich Selbach, Projektmanager der SMM. Dies flankiert Konteradmiral a.D. Karsten Schneider, Präsident des Deutschen Maritimen Instituts: „Transparenz ist eine der größten Fehlstellen – es gibt zu wenig Transparenz in diesem Bereich“, arbeitete er in der Preview heraus.
Womit die Fahrtrichtung für die Diskussionen der Spitzenvertreter aus NATO, EU und Industrie vorgegeben ist: vor allem neuen und mittelständischen Unternehmen soll der Einstieg in die europäische Beschaffungslandschaft erleichtert werden. „Man muss Beschaffer und Nutzer näher zusammenbringen, um jungen Firmen zu zeigen, wie Beschaffungsprozesse ablaufen – das ist ein Hauptschwerpunkt der Veranstaltung“, erläutert Borgschulte. „Für Start-ups ist die MS&D eine großartige Chance: Sie erhalten direkten Zugang zu Entscheidern aus Bundeswehr, Politik und Industrie. Vertrauensvolle Plattformen sind essenziell zur Navigation durch ein kompliziertes Ökosystem“, so Lippold von Oldershausen, CEO von BASED, dem Digital Hub for Security & Defense.
Das Deutsche Maritime Institut (DMI) kuratiert das Programm. Dessen Präsident, Admiral a.D. Karsten Schneider, betont: „Gerade in Zeiten beschleunigter Beschaffungsprozesse und wachsender Sicherheitsanforderungen ist es entscheidend, Wissen zu teilen und Schnittstellen zwischen Industrie, Streitkräften und Politik zu stärken“.
Rund 120 Expertinnen und Experten aus Politik, Bundeswehr, NATO, EU, Industrie und Wissenschaft werden in Hamburg erwartet. Unter ihnen: Vizeadmiral (a.D.) Joachim Rühle, Vizeadmiral Carsten Stawitzki (BMVg), Jürgen Scraback (EDA), Christian Pingel (NSPA), Sven Weizenegger (Cyber Innovation Hub der Bundeswehr), Kapitän zur See Markus Gansow (Bundeswehr Planungsamt), Prof. Dr. Thomas Klindt (Noerr LLP) und Lippold von Oldershausen (BASED).

Internationale Beteiligung
Nach Angaben des Veranstalters haben sich bereits 125 der 150 verfügbaren Plätze gefüllt, darunter eine größere Delegation aus Dänemark sowie Teilnehmende aus weiteren europäischen Ländern. Interessierte sollten sich zeitnah unter www.maritime-security-defence.com registrieren.
Hinweis: Die SMM 2026 öffnet vom 1. bis zum 4. September 2026 in Hamburg ihre Tore. Mit knapp 50.000 Besuchern aus 120 Nationen und rund 2.200 Ausstellern gilt die SMM als die weltweite Leitmesse der maritimen Wirtschaft.
Hans Uwe Mergener










