Die zehn Minenjagdboote der Frankenthal-Klasse (Klasse MJ332) erhalten neue Minenjagdsonare des Typs Hull-Mounted Minehunting Sonar HMS-12M von ATLAS ELEKTRONIK. Nachdem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am 8. Oktober im Rahmen einer 25-Mio.-Euro-Vorlage 60 Millionen Euro für das Vorhaben gebilligt hatte, hat jetzt das Beschaffungsamt der Bundeswehr (BAAINBw) mit dem Segment ATLAS ELEKTRONIK bei ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) einen Liefervertrag abgeschlossen. ATLAS ELEKTRONIK gehört seit 2017 zu TKMS.

Auf den rund 30 Jahre alten Booten sind die Sensorik und die Auswerteelektronik veraltet und werden durch die modernen HMS-12M ersetzt. Das am Rumpf montierte Sonar HMS-12M ist der Grundstein für Minenjagdoperationen, schreibt ATLAS ELEKTRONIK auf seiner Webseite. Es biete eine überragende Auflösung über große Entfernungen und ermögliche so effektivere Minenabwehrmaßnahmen (Mine Countermeasures, MCM) – einschließlich Minenjagd, Minen- und Hindernisvermeidung sowie Routenvermessung – mit Präzision und Stärke.

Das HMS-12M für die Integration in die Minenjagdboote der Frankenthal-Klasse. (Foto: ATLAS ELEKTRONIK)

Drei Frequenzen sorgen für präzise Erkennung und Klassifizierung und machen das System geeignet zur Identifizierung von Bodenminen, Ankerminen und halb vergrabenen Gefahren. Seine stabilisierte Antenne ermöglicht die kontinuierliche Verfolgung erkannter Objekte selbst unter schwierigen Bedingungen bis zu Seegang Fünf.

„Unsere bisher größte HMS-12M-Bestellung stellt einen wichtigen Auftrag für TKMS und das Segment ATLAS ELEKTRONIK dar“, betonte Michael Ozegowski, Executive Vice President des Segments ATLAS ELEKTRONIK bei TLMS. „Der moderne Sensor wird die Detektions- und Klassifizierungswahrscheinlichkeit der Marine wesentlich erhöhen. Wir freuen uns, dass unsere Kunden in unsere Technologie und unseren Support bis zum Ende der Nutzungsdauer vertrauen.“

gwh