Israels Botschafter Ron Prosor verurteilt den Angriff auf das Unternehmen Elbit in Ulm – und erwartet Schutz für israelische Rüstungsfirmen in Deutschland.

Nach dem Anschlag auf das Unternehmen Elbit in Ulm verlangt Israels Botschafter in Berlin, Ron Prosor, israelische Rüstungsfirmen in Deutschland zu schützen. „Es wirkt wie aus einem Drehbuch für hybride Kriegsführung“, sagte Prosor in einem Gespräch mit dieser Redaktion: „Vermeintliche Aktivisten geben sich einen demokratischen Anstrich, sabotieren aber gleichzeitig mit ihren Aktionen die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und gefährden die deutschen Bürger, die bei Elbit in Ulm beschäftigt werden.“

Prosor verurteilte die Attacke auf die Firma scharf. „Der Angriff hat rein gar nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, das ist Terror“, sagte der Diplomat. Jeder könne seine Meinung sagen, gerade Israel werde „von morgens bis abends kritisiert“. Nur die Kritik an der Israel-Kritik sei „offenbar ein Tabu“.

Prosor erwartet für die Täter „hohe Strafen zur Abschreckung, denn das war kein harmloser Streich“, sagte er. „Heute trifft es Elbit, morgen geht es um eine andere Rüstungsfirma.“

Vor wenigen Wochen haben offenbar mehrere Personen ein Gebäude des israelischen Rüstungskonzerns Elbit in Ulm mit Rauchbomben und Farbbeuteln angegriffen. Einige gelangten gewaltsam ins Innere des Firmengebäudes und beschädigten laut einer Mitteilung der zuständigen Staatsanwaltschaft und des baden-württembergischen Landeskriminalamts mehrere Büro- und Wachräume sowie technische Infrastruktur. Die Polizei hat fünf Tatverdächtige festgenommen.

fpf