Die Bundeswehr hat erstmals eine Netzabfangdrohne des Start-Ups Argus Interception übernommen, wie aus einer Meldung vom 25. September hervorgeht. Das Unternehmen aus Rotenburg (Wümme) entwickelt Systeme zur Abwehr unbemannter Fluggeräte und will mit der Lieferung seine Rolle als Partner der Streitkräfte stärken.
Die Drohne ist für den gezielten Einsatz gegen gegnerische UAVs ausgelegt. Sie fängt diese mit einem Abfangnetz ab und soll so Schäden durch unerlaubte oder feindliche Drohneneinsätze verhindern. Geschäftsführer Sven Steingräber erklärte, die Technologie leiste einen Beitrag zur Einsatzsicherheit der Bundeswehr, eigne sich aber ebenso für den Schutz ziviler Infrastrukturen.

Nach Angaben des Unternehmens wächst die Nachfrage nach Drohnenabwehr auch im zivilen Bereich. Flughäfen, Energieanlagen oder Großveranstaltungen seien zunehmend durch unerlaubte Drohnenüberflüge gefährdet. Systeme wie die von Argus Interception sollen helfen, Risiken zu verringern und sensible Einrichtungen abzusichern.
Argus Interception ist auf die Entwicklung und Produktion von Drohnenabwehrsystemen spezialisiert. Neben militärischen Anwendungen zielt das Start-up auf Einsatzmöglichkeiten bei Behörden und Betreibern kritischer Infrastruktur. Argus Interception wird medial von Zanatta Defence betreut.
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