Für die tragbaren Führungs- und Kommunikationsgeräte hat die Bundeswehr eine Generallizenz der Softwareapplikation SitaWare Edge des dänischen Softwareherstellers Systematics erworben. Diese wird im Rahmen der Digitalisierung der Streitkräfte D-LBO (Digitalisierung Landbasierte Operationen) auf Soldatenebene eingesetzt.
Im Mission Enabling Service Bundeswehr (MESBw), der IT-basierte Unterstützungs- und Betriebsleistungen für die Streitkräfte bereitstellt, ergänzt Sitaware Edge als Variante Portable die bereits vorhandenen Ausprägungen Command Post und Mountable.

Durchgängige Software auf allen Führungsebenen
Mit diesen Software-Varianten lässt sich die digitale Operationsführung auf allen Ebenen durchgängig umsetzen – vom stationären oder verlegefähigen Gefechtsstand über mobile Systeme in Fahrzeugen bis hin zu abgesessenen Kräften, schreibt Systematics in einer Mitteilung vom 18. September. SitaWare Edge sei für Android-basierte Endgeräte entwickelt worden und nutzte dieselben Funktionen zur taktischen Datenkommunikation wie SitaWare Frontline. Mit durchgängigen Anwendungen entsteht ein interoperabler und skalierbarer Kommunikationsverbund, der die IT-Systemanforderungen zur Landes- und Bündnisverteidigung erfüllt.
SDK für eigene Erweiterungen
Zusammen mit der Generallizenz hat die Bundeswehr die zugehörigen Software Development Kits (SDKs) beschaffen. Diese sind die Basis für ein offenes C4ISR-Ökosystem (Command, Control, Communications, Computers, Intelligence, Surveillance and Reconnaissance) zum Sammeln, Verarbeiten und Verteilen von Informationen als Grundlage für Entscheidungen. Das Ökosystem kann durch die Bundeswehr selbst oder durch andere Unternehmen flexibel erweitert werden.
„Die Einführung von SitaWare Edge markiert dabei einen zentralen Baustein, der die Fähigkeiten unserer Software nun bis zu den hochmobilen Kräften ausweitet“, sagte Sven Trusch, Geschäftsführer der Systematic GmbH.
gwh








