2022 hat die Bundesregierung die European Sky Shield Initiative (ESSI) gestartet, um die Luftverteidigung der NATO zu forcieren. In einem integrierten europäischen Luftverteidigungssystem sollen Ressourcen gebündelt und in einer mehrschichtigen Verteidigungsarchitektur die Interoperabilität erhöht werden. Bei kurzer und mittlerer Kampfentfernung dominiert IRIS-T mit zahlreichen Neubestellungen in jüngster Zeit.

Multinationale Beschaffungen, gemeinsame Logistik und Ausbildung bilden die Grundlagen der Interoperabilität. Beschaffungen innerhalb von ESSI unter dem vertraglichen Rahmen des BAAINBw ermöglichen einen schnelleren Beschaffungsprozess sowie in Zukunft große Synergieeffekte. Von den 24 europäische Ländern in der Initiative haben bisher acht Länder IRIS-T bestellt.

Beschreibung IRIS-T SLM

Grafik: BMVg

In der Luftverteidigung schützt das von Diehl Defence hergestellte IRIS-T SLM (Infra Red Imaging System – Tail Surface Launched, Medium range) Personen, Gebäude und Infrastruktur am Boden gegen Bedrohungen durch Flugzeuge, Hubschrauber und Flugkörper über eine Reichweite von 40 Kilometern und einer Höhe bis 20 Kilometern.

Eine Feuereinheit des Luftverteidigungssystems IRIS-T SLM besteht aus den Komponenten: drei Startgeräte für den Abschuss von je bis zu acht Lenkflugkörpern, ein leistungsfähiges Multifunktionsradar TRML-4D von Hensoldt zur Zielerkennung und -verfolgung sowie ein Gefechtsstand mit Feuerleitsoftware von Airbus, der die Einsatzführung und Koordination übernimmt. Hinzu kommen Werkstatt-, Ersatzteil- und Nachladefahrzeuge.