US-Langstreckenwaffen ERAM für die Ukraine genehmigt
Gerhard Heiming
Das US-Außenministerium hat dem Verkauf von Langstreckenwaffen des Typs ERAM (Extended Range Attack Munition, Angriffsmunition mit erweiterter Reichweite) und Zubehör an die Ukraine zugestimmt. Darüber hat die Defense Security Cooperation Agency (DSCA) am 28. August informiert.
Der Antrag der ukrainischen Regierung umfasst 3.350 ERAM Flugkörper mit entsprechenden integrierten Navigationsmodulen. Die Navigation erfolgt durch Kombination von GPS und Trägheitsnavigation. Der GPS-Empfang wird durch SAASM-Module (Selective Availability Anti-Spoofing Module) abgesichert, die Störsignale unterdrücken. Y- bzw. M-Code-Module ermöglichen die Decodierung der für Militär reservierten Signale. Ergänzt werden die Systeme durch u.a. Raketenbehälter, unterstützende Ausrüstung, Ersatzteile, Waffensoftware und unterstützende Ausrüstung, Hardware für Missionsplanungssysteme. Außerdem gehören Ausbildung und logistische Unterstützung zum Paket.
Finanzierung des Ausrüstungspakets
Der Wert des Ausrüstungspakets wurde mit 825 Millionen US-Dollar (umgerechnet 707 Millionen Euro) angegeben. Die Ukraine nutzt den Angaben zufolge für diesen Kauf Mittel aus Dänemark, den Niederlanden und Norwegen sowie aus der US-amerikanischen Militärfinanzierung. Dieser Hinweis weist auf das neue PURL-Verfahren (Prioritised Ukraine Requirements List) hin, mit dem die NATO Ausrüstungshilfen für die Ukraine koordiniert. Die Finanzierung wird von europäischen NATO-Staaten und Kanada in 500-Millionen-US-Dollar-Paketen übernommen.
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