Rheinmetall erschließt ein zusätzliches Geschäftsfeld. CEO Armin Papperger sieht offenbar großes Potenzial in der Marine.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall erwägt die Übernahme des Marineschiffbauers Naval Vessels Lürssen (NVL). Zuerst berichtete „Bild“ am Mittwoch (27. August) unter Berufung auf Branchenkreise über die Expansionspläne des Düsseldorfer Unternehmens. Informationen dieser Redaktion bestätigen diese Meldung.
Bislang hat sich Rheinmetall hauptsächlich auf die Produktion von Panzern und Munition konzentriert. Mit der geplanten Übernahme würde der Konzern sein Portfolio um den Marineschiffbau erweitern. Die Lürssen-Familie möchte sich von ihren Militärwerften in Hamburg, Wilhelmshaven und Wolgast trennen, heißt es, und sich künftig auf die Herstellung von Megajachten fokussieren.
Neben Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) aus Kiel ist die NVL mit einem Umsatz von zuletzt einer Milliarde Euro jährlich der führende Hersteller von Marineeinheiten. Sollte das Geschäft zustande kommen, würde dies die Konsolidierung der deutschen Verteidigungsbranche vorantreiben. Gerade beim Bau von Marineschiffen konkurrieren mit TKMS, NVL und German Naval Yards allein aus Deutschland drei Werften um Aufträge.
Rheinmetall-Chef Armin Papperger rechnet auch nach Informationen dieser Redaktion mit einer höheren Nachfrage nach Schiffen. Die Bundesregierung will die deutsche Marine stärken, um mögliche Gefahren durch Russland in der Ostsee abzuwehren. Das Unternehmen aus Düsseldorf ist der führende Rüstungshersteller in Deutschland.
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