Beim Treffen des ehemaligen bulgarischen Ministerpräsidenten und Vorsitzenden der Regierungspartei GERB, Boyko Borissov, und dem Rheinmetall-CEO Armin Papperger am 26. August in Düsseldorf haben die Gesprächspartner den Bau von zwei Munitionsfabriken in Bulgarien vereinbart. Das hat Borissov auf Facebook mitgeteilt. Ein Werk soll der Herstellung von Pulver und Patronen dienen, das andere der Herstellung von Artilleriemunition.

Eine Milliarde Euro für zwei Munitionswerke
Für und eine Milliarde Euro sollen die beiden Werke in Sopot – rund 100 km östlich von Sofia – im Umfeld des bulgarischen Munitionsherstellers Vazovski Mashinostroitelni Zavodi (VZM) – entstehen. Für die Finanzierung will sich Bulgarien unter anderem auf SAFE (Safety and Security Measures for Europe), das 150-Milliarden Euro-Kreditprogramm der NATO, abstützen. Mit dem Pulverwerk soll die Unabhängigkeit Bulgariens in der Munitionsproduktion gestärkt werden, um einen stabilen Pfeiler in der NATO zu erzeugen. In dem anderen Werk sollen mindestens 100.000 Schuss 155 mm-Munition jährlich hergestellt werden.
In den nächsten Wochen wollen die Partner die Verträge für die Gründung eines Joint Ventures vorbereiten. Weitere Termine wurden nicht genannt. Bei störungsfreiem Verlauf kann damit gerechnet werden, dass die neuen Werke in Bulgarien binnen zwei Jahren ihre Produktion aufnehmen werden.
Weitere Projekte
„Dies ist nur der Anfang,“ sagte Papperger und deutete damit auf weitere gemeinsame Projekte hin. „Wir haben weitere Projekte in der Pipeline,“ bestätigte Borissov. Darüber werde zu einem späteren Zeitpunkt informiert.
Gerhard Heiming
















