Litauen und Estland haben Rheinmetall mit der Lieferung moderner Infanteriemunition für rund 33 Millionen Euro beauftragt. Das geht aus einer Pressemitteilung vom 31. Juli hervor. Die baltischen Staaten investieren damit weiter in ihre Verteidigungsfähigkeit.

Estland beauftragte Rheinmetall im zweiten Quartal 2025 mit der Lieferung von Handgranaten. In den Jahren 2026 und 2027 sollen Splitterhandgranaten geliefert werden, gefolgt von Offensiv-Handgranaten zwischen 2026 und 2029 – jeweils in großer Stückzahl. Der Auftragswert beläuft sich auf etwa 17 Millionen Euro brutto.

Litauen hatte bereits im Dezember 2024 mehrere zehntausend Granatpatronen vom Typ 40mm x 46 High Explosive Fragmentation (HE Frag) bestellt. Die Lieferung der Spreng-Splitter-Munition ist für 2026 und 2027 vorgesehen und hat einen Umfang von etwa 16 Millionen Euro brutto.

Die 40mm Munition von Rheinmetall, Fo:to Rheinmetall

Rheinmetall zählt zu den führenden Anbietern von 40mm-Systemen weltweit. Die 40mm x 46 Low Velocity-Munition des Konzerns ist mit allen gängigen Granatpistolen kompatibel, erreicht eine Geschwindigkeit von 76 m/s und hat eine Reichweite von 400 Metern. Für höhere Reichweiten bis zu 900 Metern bietet Rheinmetall auch Medium Velocity-Munition mit flacherer Flugbahn und rund 100 m/s Geschwindigkeit an. Ab 2025 wird zudem die neue Squad Support Weapon 40 serienreif sein – der weltweit erste automatische, magazingeladene Granatwerfer für MV- und LV-Munition. Damit sollen Infanterieeinheiten mehr Flexibilität und Feuerkraft erhalten.

Zum Portfolio gehören außerdem 40mm x 53 High Velocity-Granaten mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 130 m/s und einer Reichweite von bis zu 2000 Metern für den Einsatz in Granatmaschinenwaffen. Zahlreiche NATO-Staaten haben bereits diese Systeme bestellt.

Redaktion / ck