Unbemannte Luftkampfsysteme werden gegen vernetzte Luftverteidigung, gegnerische Abfangjäger und elektronische Kampfführung nur dann einen signifikanten militärischen Mehrwert bieten, wenn sie in der Lage sind, komplexe Missionen weitgehend eigenständig auszuführen.

Gefordert ist eine Autonomie, die zwar jederzeit durch einen menschlichen Entscheider übersteuert werden kann, sich aber auch bei eingeschränkter Funkverbindung, in einem von vernetzten Flugabwehrsystemen abgeschirmten Luftraum und im Angesicht plötzlich auftretender Bedrohungen behauptet.

Schnellste Entscheidungen bei höchstmöglicher Unsicherheit: Autonomie für komplexe Aufgaben – beispielsweise der Luftkampf außerhalb der Sichtweite – erfordert modernste KI-Agenten. (Grafik: Helsing)

Das funktionale Kernstück solcher Plattformen ist ihre Missionssoftware. Sie muss an Bord genügend „Intelligenz“ bereitstellen, um definierte Aufträge unter dynamischen Rahmenbedingungen zu erfüllen. Wie ein menschlicher Pilot muss auch diese Software kontinuierlich den OODA-Kreislauf durchlaufen: Wahrnehmen (Observe), Lagebewertung (Orient), Entscheiden (Decide) und Handeln (Act) – stets im Einklang mit Missionszielen und Einsatzgrundsätzen.