General Dynamics European Land Systems (GDELS) hat das lettische Unternehmen Defence Partnership Latvia (DPL), einem Joint Venture der finnischen Patria und der lettischen SIA Unitruck, mit der Wartung und Reparatur von amphibischen Pontonbrückensystemen des Typs M3 beauftragt. Einer GDELS-Mitteilung vom 8. Juli auf LinkedIn zufolge hat ein DPL-Team bereits erste Informationen zum System bei GDELS eingeholt.
Am 30. Mai hatten Patria und GDELS die strategische Zusammenarbeit bekanntgegeben (ESuT berichtete), in deren Rahmen DPL die Montage und Wartung von GDELS-SBS Ascod-Schützenpanzern übernehmen wird.

Kooperationsmodell
GDELS sieht in dem neuen Auftrag die Bestätigung seines industriellen Kooperationsmodells.
„Das M3-System ist ein weiteres Beispiel für die hochwertigen militärischen Lösungen von GDELS. Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit mit der lettischen Niederlassung der Patria Group in Valmiera auszuweiten, die im Zuge der Vergabe von Ascod-Kampffahrzeugen durch die lettische Regierung begonnen hat. Die M3-Systeme werden die bestehende Zusammenarbeit bei der Montage und Wartung von Ascod-Fahrzeugen ergänzen, zur Sicherheit der Lieferkette beitragen, die GDELS in diesem Land aufbaut, und zu einem wichtigen Bestandteil der lettischen Verteidigungsindustrie werden“, erklärte Alejandro Page, Vizepräsident von GDELS Santa Bárbara Sistemas.
Merkmale des Systems
Nach der Beschreibung von GDELS ist das amphibische M3-System für den Transport von gepanzerten Fahrzeugen über Wasserhindernisse konzipiert, entweder im Fährmodus oder als mobile Pontonbrücke. Jede M3-Einheit ist 12,8 Meter lang, fast 4 Meter hoch und wiegt 28 Tonnen. Mit einer Nutzlast von über 120 Tonnen wird das Fahrzeug von einer zwei- oder dreiköpfigen Besatzung bedient. Diese Systeme sind vielseitig einsetzbar und eignen sich sowohl für militärische Operationen als auch für zivile Verteidigungsanwendungen.
Nutzer der Amphibie M3
Lettland hat seit 2021 vier Amphibien M3 erhalten, finanziert durch die US-Regierung im Rahmen ihres Förderprogramms (ESuT berichtete). Die Systeme sind mit ‚Arctic Kits‘ ausgestattet, die den Einsatz unter sehr kalten Klimabedingungen ermöglichen.
In der NATO sind Deutschland und Großbritannien – zusammengefasst im Deutsch/britischen Pionierbataillon 130 – und Schweden Nutzer des M3-Systems. Darüber hinaus ist das System in Brasilien, Taiwan, Singapur, Indonesien und Südkorea verbreitet.
Redaktion / gwh
















