Wie das BMVg berichtet, hielt Verteidigungsminister Boris Pistorius am 1. Juni in der Frankfurter Paulskirche die Laudatio bei der Verleihung des Franz-Werfel-Menschenrechtspreises 2025 an Vitali Klitschko (Jg. 1971). Als Bürgermeister Kiews, so der Laudator, nutzte der ehemalige Schwergewichtsweltmeister seine Popularität vor allem, um Aufmerksamkeit auf die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Aggression zu lenken. Dabei befinde er sich stets im unermüdlichen Einsatz für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte.
„Mit deiner entschlossenen Art, Herausforderungen anzugehen“, so der Ressortchef, „hast du Lösungen für die neue, die brutale Realität des Krieges geschaffen.“ So warne beispielsweise eine App in seiner Stadt vor Luftangriffen und zeige den Weg zum nächsten Luftschutzbunker oder Schutzraum auf. Darin gebe es kostenfreies WLAN, um mit Freunden und Angehörigen in Kontakt bleiben zu können, der gerade in Kriegszeiten so wichtig ist.
„Trotz des anhaltenden Krieges“, so Pistorius weiter in seiner Lobrede, „treibst du den Wiederaufbau voran.“ Schließlich habe Klitschko den Glauben an einen Sieg gegen Russland nie verloren. „Mit klaren Worten erinnerst du daran, dass die Ukraine nicht nur sich selbst verteidigt, sondern uns alle.“ Dies gelte für Europa ganz im Allgemeinen und für Deutschland im Besonderen.
Der Menschenrechtspreis ist nach dem österreichischen Schriftsteller jüdisch-deutsch-böhmischer Herkunft Franz Viktor Werfel (1890-1945) benannt. Verliehen wird er von der in Wiesbaden ansässigen Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen des Bundes der Vertriebenen.
Dr. Gerd Portugall



