Auf der internationalen Verteidigungsmesse FEINDEF in Madrid haben am Dienstag, 13. Mai, der spanische Schiffbauer Navantia und der italienische Rüstungskonzern Leonardo ein neues Memorandum of Understanding unterzeichnet. Ziel ist die gemeinsame Vermarktung integrierter maritimer Verteidigungslösungen. Mit dem neuen Abkommen wollen Navantia und Leonardo ihre Kooperation ausbauen, um flexibler auf Marktanforderungen reagieren und technologisch fortschrittliche Gesamtlösungen anbieten zu können.

Die langjährige Zusammenarbeit beider Unternehmen umfasst bereits die Integration von Leonardo-Systemen wie dem OTO 127/64 LW-Geschütz, Feuerleitradaren und dem automatischen Munitionshandhabungssystem (AAHS) in Navantia-Plattformen wie den F110-Fregatten der spanischen Marine.

Mit dem neuen Abkommen wollen Navantia und Leonardo ihre Kooperation ausbauen. (Foto: Navantia)

Aus Sicht von Navantia ergänzt diese Partnerschaft andere internationale Kooperationsprojekte, an denen das spanische Rüstungsunternehmen beteiligt ist, wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit Lockheed Martin zur Integration des Aegis-Kampfsystems in die F-100- und F-110-Fregattenprogramme.

Diese Partnerschaft ergänzt andere internationale Kooperationsprojekte beider Unternehmen. Leonardo zeichnete im Februar 2025 auf der IDEX in Abu Dhabi ein strategisches Abkommen mit dem Rüstungskonzern EDGE Group aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Vereinbarung zielt auf die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung fortschrittlicher Verteidigungssysteme in Bereichen wie Luftverteidigung, Marine-Kampfsysteme und Cybertechnologien ab.

Navantia ist ein zu 100 Prozent staatliches Unternehmen im Besitz der spanischen SEPI und zählt zu den strategischen Verteidigungsunternehmen Europas. Leonardo ist eine der zentralen industriellen Säulen des italienischen Verteidigungssektors mit weltweiter Reputation in Bereichen wie Sensorik, Luftverteidigung und elektronischer Kampfführung.

H. Uwe Mergener