Wie das Pentagon berichtet, ist am 14. März Stephen A. Feinberg (Jg. 1960) als 36. stellvertretender Verteidigungsminister in der Geschichte der USA vom Senat in Washington mit 59 zu 40 Stimmen – d.h. mit sechs Stimmen der Demokraten – bestätigt worden. Noch am selben Tag wurde er von Robert G. Salesses, seit 20. Januar geschäftsführender Stellvertreter des Verteidigungsministers, vereidigt. Bereits am 25. Februar hatte vor dem Streitkräfteausschuss des Senats Feinbergs Anhörung stattgefunden.

Stephen A. Feinberg am 25. Februar vor dem Streitkräfteausschuss des Senats.
Foto: U.S. DOD, Madelyn Keech

Bei dieser Anhörung war er gefragt worden, wie er die Generalüberprüfung des Pentagon als eine von Verteidigungsminister Pete Hegseth genannten Prioritäten umsetzen wolle. „Zeitweise“, antwortete Feinberg, „sind einige der Leute, die an der operativen Ausführung arbeiten, nicht in die entsprechenden Details involviert. (…) Wir werden jedes Programm, jede Kostenstelle Zeile für Zeile mit einer Armee von Leuten durchgehen, bis es vollbracht ist.“ Als Stellvertreter des Ressortchefs ist es seine Aufgabe, das Tagesgeschäft zu führen, die Prioritäten des Ministers umzusetzen und den enormen Haushalt des Pentagon zu managen.

Hintergrund

Feinberg nahm am Ausbildungsprogramm ROTC der US-Streitkräfte für Reserveoffiziere teil. Der New Yorker gründete ein Unternehmen für Investmentfonds. Einige von dessen Subunternehmen erhielten Aufträge vom Verteidigungsministerium. Laut dem US-Nachrichtensender CNN ist Feinberg ein langjähriger Freund von Donald Trump. Der Milliardär Feinberg gilt als wichtiger Parteispender der Republikaner. Gemäß CNN hat Trump mit rund einem Dutzend Milliardären eine der wohlhabendsten Regierungen in der US-Geschichte versammelt, was in der amerikanischen Öffentlichkeit als nicht unproblematisch gilt.

Dr. Gerd Portugall