KNDS N.V. hat seinen Anteil an der Renk Group AG von 6,7 Prozent auf 25,1 Prozent erhöht und damit eine Sperrminorität erworben, die ein Veto gegen bestimmte Entscheidungen der AG ermöglicht.
Im Februar 2024 hatte KNDS 6,7 Prozent der Renk-Aktien erworben und damit den Börsengang der Gesellschaft unterstützt. Die jetzige Anteilserhöhung führte an der Börse zu einem Kurssprung von zeitweise 11,7 Prozent.
Unter Nutzung der Option hat KNDS 18,3 Millionen Aktien vom Finanzinvestor Triton erworben. Das unterstreiche das Engagement beider Unternehmen, ihre Zusammenarbeit zu vertiefen, ihr gemeinsames Fachwissen zu nutzen, Innovationen zu fördern und die Wertschöpfung für ihre Stakeholder zu steigern, schreibt Renk in einer Mitteilung vom 11. Februar. Gleichzeitig werde sichergestellt, dass die Renk Group AG ihre Rolle als unabhängiger führender Anbieter von Fahrzeugmobilitätslösungen für ihre globalen Plattformkunden beibehält.

„Das Engagement von KNDS wird unsere Zusammenarbeit nachhaltig beeinflussen und unsere Rolle als führender Hersteller von einsatzkritischen Antriebslösungen in verschiedenen militärischen Endmärkten stärken“, sagte Alexander Sagel, CEO der Renk Group AG.
„Bei KNDS haben wir großes Vertrauen in Renk und sein Management. Mit diesem Schritt bestätigen wir nochmals unser Engagement für eine langfristige Zusammenarbeit mit einem unabhängigen und äußerst zuverlässigen Partner“, sagte Philippe Balducchi, CEO von KNDS N.V.
KNDS und Renk sind durch eine langjährige Partnerschaft verbunden. Zu den jüngeren Gemeinschaftsprodukten gehören Kampfpanzer Leopard 2 und der Schützenpanzer Puma mit dem Getriebe HSWL 354 bzw. dem HSWL 256 im Antriebsblock. Für die Kampfpanzer-Brückenlösung (möglicherweise „Leopard 3“) wird Renk voraussichtlich an der kürzlich vergebenen Triebwerksstudie (ESuT berichtete) mitarbeiten. Beim Main Ground Combat System will sich Renk mit dem „„Advanced Transmission Electric Cross(X) Drive with Drive-by-Wire“ (ATREX) beteiligen, das Renk auf der Eurosatory 2024 vorgestellt hat (ESuT berichtete).
Gerhard Heiming















