Die Deutsche Messe AG will im Januar 2027 zusammen mit den Organisatoren der DSEI UK und DSEI Japan in Hannover die „Defence and Security Equipment International“ (DSEI) Germany veranstalten. Das hat die in Hannover ansässige Messegesellschaft am 4. Februar mitgeteilt.

DSEI Germany soll nach Angaben des Veranstalters auf dem Messe-Gelände Hannover moderne militärische Ausrüstungen, Rüstungsgüter, Technologien, Produkte, Verfahren und Materialien präsentieren, die zur Gewährleistung der nationalen Verteidigungsfähigkeit, der Bündnisfähigkeit und der geopolitischen Sicherheit benötigt werden. Die Veranstaltung unterstütze Industrieunternehmen und ihre Zulieferer dabei, die steigende Nachfrage zu befriedigen, die durch die „Zeitenwende“ hervorgerufen wird, die die deutsche Verteidigungspolitik verändert.

Die heutigen Verteidigungsanforderungen werden immer komplexer und erfordern umfassende, vernetzte Lösungen in allen Bereichen der modernen Streitkräfte, schreibt die Deutsche Messe. Die Fachmesse biete den Industriepartnern eine Plattform, um Fähigkeiten und Technologien zu präsentieren, die auf die jeweiligen militärischen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die DSEI Germany werde umfassend vom Bundesministerium der Verteidigung und der Bundeswehr unterstützt.

Die neue Messe muss sich einordnen zwischen die großen zweijährlichen Verteidigungsmessen in Europa wie Eurosatory und DSEI UK und die jährliche AUSA in Amerika und andere traditionell große Messen. In Deutschland gibt es bisher nur die jährlich stattfindenden AFCEA-Fachausstellung mit Schwerpunkt IT in Bonn und die CPM Rü.NET in Koblenz mit den Schwerpunkten Landtechnik und Logistik. Die Messe Essen hat für September 2026 die EURO Defence Expo angekündigt, in der in Zusammenarbeit mit CPM Sicherheits- und Verteidigungstechnik ausgestellt werden soll. Die AUSA will erstmals im Juli 2025 mit der Landeuro Germany in Wiesbaden mit einer Konferenz plus Ausstellung in Deutschland Interessenten anziehen.

Diese neuen Messen in Deutschland müssen zahlungskräftige Aussteller finden, mit denen attraktive Programme aufgebaut werden können, die ausreichend möglichst hochrangige Besucher anziehen. Die Besucher erwarten Anregungen durch Weiterentwicklungen, die die Industrie präsentiert. Das scheint bei der zukünftig hohen Frequenz von Messen in Deutschland schwierig. Es wird sich zeigen, welche der vielen Messen sich dauerhaft etablieren kann.

Redaktion / gwh