Am Rande des Treffens der Ukraine-Kontaktgruppe auf dem US-Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein haben der britische Verteidigungsminister John Healey und sein lettischer Amtskollege Andris Sprūds am 9. Januar bekannt gegeben, dass die internationale Drohnenfähigkeitskoalition 30.000 unbemannte Fluggeräte (UAVs) im Wert von 45 Millionen Pfund Sterling (53,5 Millionen Euro) an die Regierung in Kiew liefern werde. Neben dem Vereinigten Königreich beteiligen sich Dänemark, die Niederlande, Lettland und Schweden an den Kosten für diese FPV-Drohnen.

(Foto: NATO)
Bereits im vergangenen November hatte die Labour-Regierung 7,5 Millionen Pfund (8,9 Millionen Euro) für die Drohnenkoalition beigesteuert. Damit hat Großbritannien nun insgesamt 15 Millionen Pfund (17,8 Millionen Euro) für ukrainische UAVs gezahlt. Auf Initiative der Regierungen in London und Riga hin war dieses Bündnis am 14. Februar des vergangenen Jahres gebildet worden.
Außerdem sind weitere 194 Millionen Pfund (230,5 Millionen Euro) für den britisch-geführten und seit Anfang 2023 existierende Internationale Fonds für die Ukraine (IFU) angekündigt worden, die sich wie folgt zusammensetzen:
- 67 Millionen Pfund (79,6 Millionen Euro) von Dänemark für Drohnen, Luftverteidigung und Ausbildungsgerät,
- 59 Millionen Pfund (70,1 Millionen Euro) von Norwegen für Drohnen und maritime Ausbildung,
- 43 Millionen Pfund (51,1 Millionen Euro) von Portugal für Geheimdienstarbeit und Aufklärungsdrohnen,
- 20 Millionen Pfund (23,8 Millionen Euro) von Schweden für Finanzierung und Wartung des Artilleriesystems „Archer“ aus eigener Produktion,
- vier Millionen Pfund (4,8 Millionen Euro) von Deutschland für maritime Schulung sowie
- eine Million Pfund (1,2 Million Euro) von Island für die Finanzierung von Küstenradaren.
In den IFU sind mittlerweile insgesamt 1,3 Milliarden Pfund (1,5 Milliarden Euro) eingezahlt worden. Der britische Anteil daran beträgt rund 500 Millionen Pfund (594 Millionen Euro).

(Foto: UK Parliament)
„Unsere Verpflichtung“, so Verteidigungsminister Healey in Ramstein, „jährlich drei Milliarden Pfund (3,6 Milliarden Euro) aufzubringen solange es nötig ist, wird sicherstellen, dass die Ukraine sich verteidigen kann. Dies ist unverzichtbar, um die Sicherheit des Vereinigten Königreichs zu gewährleisten – denn die Verteidigung des UK beginnt in der Ukraine.“
Dr. Gerd Portugall













