Der HHA hat am 18. Dezember Finanzmittel aus dem Sondervermögen für das Entwicklungsvorhaben Langfristige Entwicklung (Long Term Evolution, LTE) Technische Reifungsphase des Waffensystems Eurofighter freigegeben. Wie die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH am 19. Dezember berichtet hat, hat daraufhin die NATO Eurofighter und Tornado Management Agency (NETMA) mit dem Unternehmen den LTE-Vertrag abgeschlossen. Die NETMA führt das Projekt Eurofighter im Auftrag der vier Eurofighter-Nationen Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien.

Das LTE-Programm werde die Wachstumskapazität des Eurofighter-Waffensystems durch die Entwicklung eines neuen Cockpits, von Missionsrechnern, Flugsteuerungsrechnern, Kommunikationsausrüstung und Bewaffnungssteuerung steigern, heißt es in der Mitteilung von Eurofighter. Darüber hinaus werde das Programm eine wichtige Voraussetzung für die Auslieferung der Kernnationen und den Export künftiger Produktionsflugzeuge sein und eine kontinuierliche Verbesserung der Fähigkeiten während der restlichen Lebensdauer des Waffensystems ermöglichen.

Die Avionik des Eurofighters ist ein wesentliches Element der LTE. (Foto: Eurofighter)

Giancarlo Mezzanatto, Vorstandsvorsitzender von Eurofighter, sagte: „LTE wird die wichtigste technologische Aufrüstung in der Mitte des Lebenszyklus des Eurofighters sein und mehrere wichtige Verbesserungen für das Flugzeug mit sich bringen – insbesondere für seine Avionikarchitektur.“

„LTE wird die Fähigkeiten des Eurofighters erheblich verbessern“, stellte Air Vice Marshall a.D. Simon Ellard, Generaldirektor der NETMA, fest. „Die Verbesserungen werden sicherstellen, dass das Flugzeug an der Spitze der Innovation bleibt und seinen Betreibern technologische Überlegenheit und Spitzenleistung bietet.“

Der LTE-Vertrag ist Eurofighter zufolge eine weitere wichtige Grundlage für die Sicherstellung der Einsatzfähigkeit des Eurofighters bis in die 2060er Jahre. LTE werde eine Kernkomponente für den Eurofighter in seiner Rolle als Brücke zu den Kampfflugzeugen der sechsten Generation sein.

Redaktion / gwh