Neues von Mikado: Der Airrobot AR 100H ist jetzt auch als Tethered UAS verfügbar. Eine entsprechende kabelgebundene Lösung ihres Quadrocopters mit Bodenstation und Verkabelung von ValoFly und einem Digitalfunk-Gimbal zeigte Air Robot auf den Teuto-Defence-Behördentagen.

Air Robot AR100H mit Bodenstation und Verkabelung von ValoFly (Foto: Jan-P. Weisswange)

Der herkömmliche unverkabelte Air Robot AR-100H läuft derzeit als Mikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich – kurz MIKADO – der Truppe zu. Hier dient er als schnell einsetzbarer Sensor für die Echtzeitaufklärung vor allem in schwer zugänglichem oder auch bebautem Gelände. Das System umfasst eine Bodenkontrollstation mit Bediengerät, den Quadrocopter, drei verschiedene Kameras für unterschiedliche Sichtbedingungen (Tageslicht, Dämmerung und Infrarot) sowie einen Transportrucksack und weiteres Peripheriegerät.

Das System lässt sich von einem Soldaten bedienen und ist in etwa fünf Minuten einsatzbereit. Die vier Elektromotoren lassen die vier Propeller des etwa 3100 Gramm schweren Quadrocopters mit 2000 Umdrehungen in der Minute rotieren. So erreicht das Fluggerät eine Geschwindigkeit von 15 m/s, eine Flughöhe von bis zu 120 Metern und eine Reichweite von 1000 Metern. Die Einsatzdauer beträgt rund 25 Minuten. Reißt die Verbindung zur Bodenkontrollstation ab, kehrt das Fluggerät selbstständig zum Startplatz zurück. Das System überträgt die Video-Bilddaten verschlüsselt in Full-HD-Qualität. Tag- und Nachtsichtbild lassen sich fusionieren.

Die MIKADO, wie sie derzeit an die Bundeswehr ausgeliefert wird (Foto: Jan-P. Weisswange)

Als Tethered UAS bleibt das Fluggerät über ein Kabel mit der Bodenkontrollstation verbunden. Über das Glasfaserkabel erfolgen Energieversorgung, Steuerung und Datenübertragung. So verlängern sich die Einsatzzeiten (theoretisch unbegrenzt), zudem ist das System nicht durch Jammer zu stören. Kabelgebundene Lösungen kommen beispielsweise bei Sicherung und Überwachung von Objekten oder Geländeabschnitten in Betracht.

Jan-Phillipp Weisswange