Nach Billigung durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat das BAAINBw am 19. Dezember aus dem Rahmenvertrag vom Juli 2024 300 Lkw, leicht, als Nachfolge für den Wolf bestellt und damit das erste Los von insgesamt 1.500 Fahrzeugen fest beauftragt.
Der Rahmenvertrag sieht die Beschaffung von bis 5.800 Lkw bis 2032 für insgesamt 1,3 Milliarden Euro vor (ESuT berichtete). Aus den damals veröffentlichen Angaben kann das Volumen des jetzt erfolgten Abrufs mit 60 Millionen Euro abgeschätzt werden. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen.
Nach Angabe des BAAINBw ist das Nachfolgemodell mit der Bezeichnung „Wolf 2“ ebenfalls hochgeländegängig und für den Transport von bis zu vier Soldaten mit kompletter persönlicher Ausstattung und Bewaffnung in den Varianten Führungsfahrzeug und Feldjägerfahrzeug ausgelegt. Die funktionale Ausstattung mit modernen Führungsmitteln sei von Beginn an mitgedacht. Daher sind die Fahrzeuge bei Auslieferung auch bereits zur Aufnahme der Funk- und Führungsausstattung D-LBO vorbereitet.

Die Fahrzeuge werden von Binz Automotive mit militärspezifischen Einbauten versehen. Hierzu gehört insbesondere der Einbausatz D-LBO. Die Führungsfahrzeuge erhalten alternativ entweder die Ausstattung D-LBO MTN-A3 (Mobile Tactical Node), eine Funkausstattung die gleichzeitig als Verbindungsknoten dient, oder D-LBO MTC-F4 (Mobile Tactical Client) als universelle Schnittstelle für den Nutzer zum taktischen Informations- und Kommunikationsverbund. Die Feldjägerfahrzeuge werden in gleicher Weise ausgestattet.
Für die Fahrzeuge wird das gleiche Fahrgestell der G-Modell-Baureihe 464 verwendet wie im bereits laufenden Projekt Luftlandeplattform. Das bringt außerdem Synergieeffekte sowie Vorteile hinsichtlich Ausbildung und Logistik mit sich.
Die ersten fünf Fahrzeuge hat die Bundeswehr vertragskonform Mitte November dieses Jahres erhalten, schreibt das BAAINBw. Mit diesen läuft derzeit die Qualifikation und Einsatzprüfung.
Von einem erfolgreichen und zeitgerechten Abschluss der Untersuchungen ausgehend, kann wie geplant bereits Ende 2025 mit der Lieferung der ersten Serienfahrzeuge gerechnet werden.
Redaktion / gwh

















