
Drohnen von Helsing und Quantum Systems in Ukraine präsentiert
Gerhard Heiming
Die KI-Drohne HF-1 von Helsing und die Aufklärungsdrohne Vector von Quantum Systems gehörten zur Präsentation von Drohnen beim Überraschungsbesuch von Bundeskanzler Olaf Scholz am 2./3. Dezember in der Ukraine. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verdeutlichte den hohen Bedarf an Drohnen-Einsatzmitteln, mit denen die ukrainischen Streitkräfte Aufklärung betreiben und Kampfeinsätze durchführen.
HF-1 Kampfdrohne von Helsing
Charlotte Weil von der Ahe, Direktorin für Kommunikation und Regierungsangelegenheiten bei Helsing stellte die Kampfdrohne HF-1 vor, die Helsing in Zusammenarbeit mit ukrainischen Unternehmen zur sofortigen Auslieferung herstellt. Während das ukrainischen Unternehmen die Struktur und den Gefechtskopf baut, steuert Helsing die Software bei, die mit KI-Methoden die Drohne sicher auch durch elektronisch hoch belastete Umgebung unter Kontrolle des Bedieners ins Ziel lenkt.
Das von Deutschland finanzierte und über das ukrainische Verteidigungsministerium beauftragte ukrainische Unternehmen liefert Tausende von HF-1 an die Front. Helsing löst damit ein Versprechen vom Jahresanfang ein. Damals hatte sich Helsing in einer Absichtserklärung zu einer Partnerschaft mit der örtlichen Verteidigungsindustrie verpflichtet.

Aufklärungsdrohne Vector von Quantum Systems
Oleksandr Berezhny, Managing Director von Quantum Systems Ukraine, konnte die Aufklärungsdrohne Vector vorstellen, die vom Unternehmen aus Produktionsstätten in Deutschland und in der Ukraine zu 368 Stück an die Streitkräfte geliefert worden ist. Geplant ist die Lieferung weiterer 202 Vector-Drohnen. Der Aufbau von Produktionskapazitäten in der Ukraine war ein Thema im Gespräch mit Scholz. Quantum Systems hat im April in Anwesenheit von Wirtschaftsminister Robert Habeck den zweiten Quantum Systems-Standort in der Ukraine eröffnet.
Drohnen finanziert aus der Ertüchtigungsinitiative
Die oben genannten Drohen sind aus der Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung finanziert, über die die Regierung regelmäßig in einer Liste der Unterstützungsleistungen informiert. Die Beschaffungsverträge schließt das ukrainische Verteidigungsministerium in eigener Verantwortung ab. Dabei legt das Ministerium Wert auf Produktion in der Ukraine, aus wirtschaftlichen und aus militärischen Gründen.
Gerhard Heiming






