Am 25. November hat das niederländische Kommando Material und IT (COMMIT) den ersten Teil eines Pontonbrückensystems Improved Ribbon Bridge (IRB) von General Dynamics European Land Systems – Bridge Systems (GDELS) übernommen.

Wie GDELS mitgeteilt hat, haben die Niederlande drei Systeme bestellt (ESuT berichtete). Jedes davon bestehe aus mehreren Brückenpontons, neuen Schubbooten des Herstellers Birdon aus den USA sowie einem Mid-Life-Upgrade (MLU) der vorhandenen Bridge Adapter Pallets für die Transportfahrzeuge durch die Firma Hiab. Nach Angabe des niederländischen Verteidigungsministeriums (NDL MoD) sollen damit Gewässer von bis zu 225 Metern überbrückt werden können.

Ein feste Brücke aus IRB-Elementen mit internationaler Beteiligung (Foto: GDELS)

Mit den neuen Systemen ersetzen die Niederländer die veralteten Pontonbrücken aus dem Jahr 1985, schreibt das NDL MoD. Die neuen Geräte seien besser für höhere Wasserdurchflussmengen geeignet. Auch die maximale Belastbarkeit sei größer. Die Reduzierung von (Motor-)Lärm und Schadstoffemissionen trage zur Sicherheit von Personal und Umwelt bei.

Die Abschnitte der IRB werden mit Lkw angeliefert und können zu Fähren zusammengebaut werden (Foto: GDELS)

Alle NATO-Fahrzeuge einschließlich der schwersten Kampfpanzer können GDELS zufolge das Brückensystem nutzen. Ein weiterer entscheidender Vorteil sei die vollständige Interoperabilität mit den IRB anderer Nutzerstaaten, darunter der USA, Deutschlands und Schwedens. Mittels eines Kupplungsadapters lasse sich die IRB außerdem mit dem verbreiteten amphibischen Brücken- und Fährsystem M3 verbinden, das unter anderem von Deutschland, Großbritannien, Lettland und Schweden genutzt wird. Schweden hatte vor kurzem das erste M3-System der neuesten Generation erhalten (ESuT berichtete).

Die jetzt erhaltene Teillieferung besteht dem NDL MoD zufolge aus Mittel- und Endpontons sowie Schubbooten, um die Brücke(n) zu bewegen und in Position zu halten. Diese erste Lieferung sei als Schulungsmaterial gedacht. Nach Abschluss der Ausbildung soll dieses erste System gegen Ende des 1. Quartals 2025 in die Truppe integriert werden. Die beiden weiteren Systeme erwarten die niederländischen Pioniere bis Ende Juni 2026.

Redaktion / gwh