Wahlen verändern gerade unsere Welt, Wahlen in Amerika, in Frankreich, in Großbritannien, bald auch in Deutschland. Demokratische Mehrheiten verschieben sich, mancherorts hin zu instabilen Verhältnissen (Paris, Dresden, Erfurt), anderswo aber vielleicht in Richtung Selbstbehauptungswillen des freien Westens – wenn man denn die US-Wahl so interpretieren will. Auch das Gegenteil ist möglich. Trumps disruptiver Politikstil kann durchaus nach innen und nach außen zerstörerisch wirken. Dann wird es eng.

Umso mehr kommt es heute auf das größte Land Europas an, die zweitgrößte NATO-Nation, die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Das sind wir. Nun lautet glücklicherweise die gute Nachricht vor der vorgezogenen Bundestagswahl: Die Selbstbehauptungskräfte in Deutschland sind stärker als viele glauben.