Bei einem Demonstrationsschießen mit dem 155mm-Artilleriesystem CAESAR 8×8 hat KNDS Frankreich auf dem Schießplatz Ustka in Polen nahe der Ostsee die Leistungsfähigkeit des Systems u.a. mit Weitschüssen dargestellt. Dabei wurden Schussentfernungen bis 42 km erreicht, wie KNDS am 9. Oktober mitgeteilt hat. Diese Langstreckenschüsse unterstreichen dem Unternehmen zufolge das technische Know-how von KNDS bei der Kopplung von Kanonen und Munition zur Optimierung von Reichweite, Präzision und Endwirkung.

CAESAR 8×8 beim Schießen auf dem Schießplatz Ustka an der Ostsee. (Foto: KNDS)

KNDS betrachtet Polen nach eigener Angabe als einen wichtigen Partner für die künftige Munitionsproduktion auf europäischer Ebene, um die bereits starken industriellen Ressourcen des Landes zu nutzen. Folglich bietet das Unternehmen sein umfassendes Fachwissen in den Bereichen 155-mm-Granaten, Treibladungen, Zünder und Anzündhütchen vor Ort an, um die Entwicklung der lokalen 155-mm-Munitionsproduktion auf der Grundlage bewährter Lösungen zu unterstützen. Die Munition von KNDS Ammo habe sich in der Ukraine aufgrund ihrer Wirksamkeit und Genauigkeit bewährt und wurde erfolgreich in einer Vielzahl von Panzerhaubitzen des Kalibers 155 mm / 52 eingesetzt, darunter PzH 2000, K9 und Archer.

CAESAR 8×8 (Camion équipé d’un système d’artillerie, Lkw ausgestattet mit einem Artilleriesystem) ist eine 155mm L55 Haubitze auf Tatra-Fahrgestell mit einem 338 kW Dieselmotor als Antrieb. Für das vollautomatische Geschütz werden mehr als 30 Geschosse und Treibladungen mitgeführt. Die Kanone kann jede NATO-standardisierte 155mm-Munition verschießen.

Nach Angabe von KNDS sind über 600 CAESAR-Systeme (auf 6×6 und 8×8-Chassis) ausgeliefert worden. Die Ukraine hat als Abgaben aus der Truppe und direkt aus der Industrie rund 70 Systeme in beiden Konfigurationen erhalten.

Redaktion / gwh