In Kiew hat der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS nach eigener Angabe die KNDS Ukraine LLC gegründet und den Betrieb aufgenommen, aus dem heraus die Ukraine in die Lage versetzt werden soll, Waffensysteme, die federführend von KNDS und seinen Vorgängern Krauss Maffei-Wegmann und Nexter hergestellt und geliefert worden sind, zu warten, zu überholen und instand zu setzen. Wie das Unternehmen am 1. Oktober mitgeteilt hat, will KNDS das neue Unternehmen außerdem  als Keimzelle nutzen für die gemeinsame Produktion von 155mm-Munition und von Ersatzteilen für die Systeme im Einsatz.

Das 6×6 Artilleriegeschütz mit 155mm-Kanone gehört zu den Systemen westlicher Herkunft, die in der Ukraine eingesetzt werden. (Foto: Danish Defence)

Das neu gegründete Unternehmen werde die Zusammenarbeit zwischen ukrainischen Regierungseinrichtungen, der ukrainischen Rüstungsindustrie und KNDS unterstützen.

Wie KNDS schreibt, zählt das Unternehmen mit rund 800 Systemen im Fronteinsatz oder unter Vertrag sowie bedeutenden Munitionslieferungen zu den wichtigsten Industriepartnern der ukrainischen Landstreitkräfte. Zu den Systemen gehören die Kampfpanzer Leopard 1 und 2, das Artilleriegeschütz CAESAR, der AMX10 RC, die Panzerhaubitze PzH 2000 und der Flugabwehrkanonenpanzer Gepard. Diese Systeme sind in den vergangenen zweieinhalb Jahren aus Beständen der deutschen bzw. französischen Streitkräfte, aus Beständen der Industrie oder als Neuproduktion an die Ukraine geliefert worden, um den Abwehr der Ukraine schnell und effektiv zu unterstützen.

Redaktion / gwh