Wie das Verteidigungsministerium in London in der vergangenen Woche berichtet hat, befanden sich in jüngster Zeit Einheiten von Royal Air Force (RAF) und Royal Navy (RN) auf Beschattungsmissionen von russischen Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen, die sich britischem Staatsgebiet teils bedrohlich angenähert hatten.
So fing eine Alarmrotte, bestehend aus zwei Eurofighter „Typhoon“ vom nordschottischen Luftwaffenstützpunkt RAF Lossiemouth – unterstützt von einem Tankflugzeug vom Typ „Voyager“ – zwei russische Seefernaufklärungs- und U-Boot-Jagdflugzeuge vom Typ Tupolew Tu-142 (NATO-Code „Bear-F“) in der britischen Luftraumüberwachungs- und -identifizierungszone, d.h. noch außerhalb des nationalen Luftraumes, ab.

(Foto: UK MoD)
Unterdessen übernahm die britische Fregatte HMS „Iron Duke“ im Ärmelkanal die abwehrende Beschattung des aus der Ostsee kommenden aufgetauchten russischen dieselelektrischen Jagd-U-Bootes „Novorossiysk“ der „Kilo“-Klasse und dessen Schlepper „Evgeny Churov“ vom kanadischen Küstenpatrouillenboot HMCS „Shawinigan“. Anschließend übergab die HMS „Iron Duke“ den Überwachungsauftrag bezüglich der beiden russischen Boote für den Atlantik an die französische Fregatte FS „Auvergne“.

(Foto: Royal Navy)
Daraufhin begab sich die HMS „Iron Duke“ sofort in die Nordsee, um die Beschattung der russischen Korvette „Stoiky“ der „Steregushchiy“-Klasse und des Tankers MT „Yaz“, die sich der Straße von Dover näherten, vom belgischen Patrouillenboot BNS „Castor“ zu übernehmen. Vor der nordwestlichen Atlantikküste Frankreich übergab dann die britische Fregatte den Überwachungsauftrag weiter an das RN-Patrouillenboot HMS „Tyne“.
Dr. Gerd Portugall



