Mit einem leichten Anstieg um vier Prozent auf 28,8 Milliarden Euro bleib der Umsatz des Airbus Konzerns im ersten Halbjahr 2024 stabil. Allerdings brach das Ergebnis um 47 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro ein. Erhebliche Belastungen aus dem Raumfahrtgeschäft nannte Guillaume Faury, Chief Executive Officer von Airbus, als Grund.

Das Verteidigungsgeschäft wuchs um acht Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.

Mit kommerziellen Flugzeugen erwirtschaftete die weitaus größte Airbus-Division 21,2 Milliarden Euro. Das bedeutet einen Zuwachs um vier Prozent. Das Ergebnis (bereinigtes EBIT) fiel um 13 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro. Die Division Airbus Helicopters setzte mit 3,2 Milliarden Euro genau so viel um wie im Vorjahr. Das Ergebnis sank um 16 Prozent auf 230 Millionen Euro. Den Rückgang führte Faury auf gesunkene Auslieferungen und den weniger vorteilhaften Programm-Mix zurück.

Airbus Defence and Space steigerte den Umsatz um sieben Prozent auf 4,98 Milliarden Euro. Dies sei vor allem auf das Geschäft des Air Power Bereichs zurückzuführen, in dem Airbus den Bereich Military Air Systems um das Projekt zur Entwicklung des Future Combat Air System (FCAS) erweitert hat. Im zurückliegenden Halbjahr seien vier A400M-Transportlugzeuge (Anm. davon zwei für Deutschland) ausgeliefert worden.

Im Ergebnis musste die Division einen Verlust 807 Millionen Euro hinnehmen, nach ohnehin schon mageren 78 Millionen Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres. Als Grund nannte Faury die kürzlich angepasste Gesamtkostenprognose bei Space Systems. Nach einer technischen Überprüfung der Programme bei Space Systems waren technische und kommerzielle Schwierigkeiten offenbar geworden.

Für die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 hat Airbus die Erwartung für das bereinigte Ergebnis auf 5,5 Milliarden Euro gesenkt. Das ist über eine Milliarden Euro weniger als noch im Februar angegeben. Als wichtigste Kennzahl für den Umsatz nennt Airbus das Ziel zur Auslieferung von 770 Verkehrsflugzeugen. Das sind 25 mehr als im Vorjahr aber 30 Flugzeuge weniger als bisher prognostiziert.

Redaktion / gwh