Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat am 29. Juli die Übernahme seiner neuen Munitionsfabrik im ungarischen Várpalota begangen. Zunächst soll am neuen Standort 30mm Munition für den Schützenpanzer KF 41 Lynx hergestellt werden. Die Produktion soll im Oktober diesen Jahres beginnen, so Rheinmetall.
Neben der Produktion von 30mm Munition sei zudem geplant, in einer zweiten Phase unter anderem auch Munition für Kampfpanzer und Artillerie sowie Zünder am Standort in Várpalota zu fertigen. Im finalen Ausbauzustand werde das Firmengelände insgesamt ca. 150 Hektar umfassen, heißt es vom Düsseldorfer Unternehmen. Zudem sollen durch die Ansiedlung mehr als 200 Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden.

In seiner Eröffnungsrede betonte Armin Papperger die Bedeutung der neuen Fabrik für Rheinmetall und den Standort in Ungarn: „Die Eröffnung dieser hochmodernen Munitionsfabrik in Várpalota ist ein klares Zeichen unseres Engagements für Innovation und Qualität. Diese Anlage wird nicht nur die Verteidigungsfähigkeiten unserer Partner in Ungarn und weltweit stärken, sondern auch zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen.“
Der ungarische Verteidigungsminister Szalay-Bobrovniczky hob in seiner Ansprache die strategische Bedeutung der Kooperation mit Rheinmetall hervor und betonten die gemeinsamen Anstrengungen zur Stärkung der nationalen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Ungarn hatte im September 218 Schützenpanzer Lynx bei Rheinmetall bestellt, von denen der erste aus ungarischer Fertigung am Standort Zalaegerszeg kürzlich vom Band lief (ES&T berichtete).
Redaktion / oh
















