Am 20. Juli 2024 haben zwei Einheiten der Marine der Volksrepublik China, der People’s Liberation Army Navy (PLAN), der Typ 052D-Zerstörer „Jiaozuo“ (Hull-Nummer 163) und das Kampfgruppenversorgungsschiff vom Typ 903A, die „Honghu“ (Hull-Nummer 906), die Dänischen Meerengen in die Ostsee einlaufend passiert.
Der bei Jiangnan Werft in Changxingdao gebaute und erst 2022 in Dienst gestellte Zerstörer ist dem Flottenhandbuch Janes Fighting Ships zusammen mit dem Schwesterschiff „Lushui“ zufolge das jüngste Schiff der Luyang III-Klasse. Von diesem Typ setzt die PLAN bereits 25 Einheiten ein, während weitere sieben Schwestereinheiten bei chinesischen Werften geordert sind bzw. sich im Bau befinden.
Der 178,5 Meter lange und 23.000 Tonnen verdrängende FUCHI-Klasse Kampfgruppenversorger „Honghu“ ist in seinen Dimensionen mit einem Einsatzgruppenversorger der Berlin Klasse der Deutsche Marine vergleichbar. Die 2016 in Dienst gestellte Einheit ist – genau wie die „Jiaozuo“ der South Sea Fleet der PLAN unterstellt.
Vor der Verlegung in die Ostsee haben beide Schiffe in Casablanca (Marokko) vom 10. bis zum 15. Juli 2024 einen fünftägigen Versorgungsstopp eingelegt. Die beiden Einheiten gehören zur 46. Eskort-Einsatzgruppe (Naval Escort Task Force) der PLAN, die in der Arabischen See und im Golf von Aden patrouilliert. Die Einsatzgruppe verließ am 21. Februar den Marinehafen Zhanjiang in der südlichen Provinz Guangzhou.
Die Entsendung der beiden modernen PLAN-Einheiten zu den Feierlichkeiten zum Geburtstag der russischen Marine am 28. Juli 2024 in St. Petersburg kann als Zeichen der Verbundenheit Pekings mit Moskau gewertet werden. Trotz der in diesem Jahr abgespeckten Parade wird neben China Indien mit der Fregatte „Tabar“ und Algerien mit dem Schulschiff „La Soumman“ (wir berichteten) präsent sein.
Wie üblich wurden ab dem Eintritt in die Ostsee bei Skagen die beiden Besucher durch Patrouillenboote der Königlich Dänischen Marine begleitet. Nach der Passage des Langelandbelts bis in die Pommersche Bucht entsandte die Bundespolizei See mit dem Einsatzschiff „Bamberg“ eine ihrer neuesten Einheiten, um die Passage vom Fehmarnbelt, Mecklenburger Bucht und der Kadetrinne des chinesischen Duos zu überwachen.
Hans Uwe Mergener und Michael Nitz













