Ein Teil der Kampfflugzeuge Tornado der Bundeswehr erhält im Rahmen der Obsolenzbeseitigung ein neues Head-up-Display (HUD). Dafür soll ein bestehender Rahmenvertrag angepasst werden, u.a. um den vorgesehenen Zeitrahmen einhalten zu können. Für das BMVg handelt die NATO EF 2000 and Tornado Development, Production & Logistics Management Agency (NETMA). Die Im Auftrag der Nutzernationen für Entwicklung, Produktion und Beschaffung des Waffensystems Tornado (und auch des Eurofighter) verantwortlich zeichnet.
45 Flugzeuge sollen das neue HUD erhalten, das jeweils aus einer Pilot Display Unit (PUD) und Electronic Unit (EU) besteht. Als Hauptauftragnehmer ist die Panavia Aircraft GmbH vorgesehen, die den Auftrag zusammen mit Airbus Defence and Space und Colins Aerospace durchführen wird. Damit der Zeitplan eingehalten werden kann, sollen Langläuferteile und die Produktionsvorbereitung sofort in Auftrag gegeben werden, die Serienproduktion erst acht Monate später. Die Auftragserteilung erfolgt schon jetzt, obwohl die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Die Industrie hat zugesichert, etwaige Mehrkosten zu übernehmen.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 16. Juni 66 Millionen Euro für das Vorhaben freigegeben. Davon werden 40 Millionen Euro für die Beschaffung der HUD benötigt. Weitere 26 Millionen Euro werden für Einrüstung, Ausbildung und Dokumentation sowie zur Anpassung von Bodenprüfgerät benötigt.
Die Einrüstung soll im Zeitraum 2025 beginnen und bis 2028 dauern.
Für das Waffensystem Tornado ist das Ende der Nutzungsdauer absehbar. Im Dezember 2022 hat die Bundeswehr als Ende der Nutzungsdauer 2030 angegeben. Die derzeit noch 85 Flugzeuge werden durch umzurüstende bzw. zu beschaffende Eurofighter und durch F-35 Lightning II ersetzt.
Gerhard Heiming








