Wie das Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe in Berlin vergangene Woche berichtet hat, seien die ersten beiden deutschen Piloten in den USA auf dem künftigen schweren Transporthubschrauber (STH) der Bundeswehr vom Typ Boeing CH-47F „Chinook“ ausgebildet worden. Nach 14 Wochen theoretischer und praktischer Ausbildung erhielten die beiden Luftwaffen-Piloten die Musterberechtigung für den CH-47F am 10. Juli. In den kommenden Monaten werden diese beiden in weiteren Lehrgängen zu Fluglehrern auf dem „Chinook“ qualifiziert und im Anschluss für die kommenden drei Jahre am U.S. Army Aviation Center of Excellence (USAACE) in Fort Novosel im US-Bundesstaat Alabama als Lehrpersonal für amerikanische und internationale Flugschüler eingesetzt.

Der künftige STH der deutschen Luftwaffe: der CH-47F „Chinook“.
Foto: Gerd Portugall

Weitere Piloten vom einzigen deutschen Hubschraubergeschwader 64 (HSG 64) aus den Standorten Schönewalde/Holzdorf in Brandenburg/Sachsen-Anhalt und Laupheim in Baden-Württemberg sollen im kommenden Jahr nach Alabama zur Ausbildung verlegen.

Die ersten zwei deutschen „Chinook“-Piloten (2. und 4. von rechts) mit ihrem US-Ausbilderteam.
Foto: USAACE

Die Bundeswehr hat im Juli des vergangenen Jahres insgesamt 60 Hubschrauber vom Typ CH-47F Block II Standard Range (SR) mit Luftbetankungsfähigkeit (AAR) für die Luftwaffe bestellt. Das Vertragsvolumen inklusive infrastruktureller Voraussetzungen beträgt 7,7 Milliarden Euro, finanziert aus Mitteln des Sondervermögens Bundeswehr. Die ersten dieser neuen Helikopter sollen 2027 an das HSG 64 ausgeliefert werden und dort die betagten Transporthubschrauber vom Typ Sikorsky CH-53G ablösen.

Dr. Gerd Portugall