Am 2. Juli hat der belgische Maschinenbau-Konzern den Abschluss der Übernahme des französischen Herstellers von Militärfahrzeugen, Arquus, bekanntgegeben. Die Übernahmeverhandlungen waren Anfang des Jahres bekanntgeworden (ESuT berichtete).
Zuvor hatten die belgische und die französische Regierung die Unterstützung dieses Zusammenschlusses beschlossen und sich mit jeweils zehn Prozent am Kapital von John Cockerill Defense (JCD) beteiligt.

Die beiden Unternehmen wollen weiter ihre Fahrzeuge bzw. Waffensysteme unabhängig voneinander anbieten, aber auch kombinierte Angebote von Fahrzeugen mit leichten Panzertürmen vorlegen, um die Bodentruppen weltweit besser zu bedienen. Ein Beispiel war bereits auf der Eurosatory 2024 zu sehen: das Mehrzweckfahrzeug MAV’Rx mit dem Geschützturm von JCD (ESuT berichtete).
JCD strebt nach eigener Angabe bis 2026 einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro und eine Belegschaft von 2.000 Fachleuten an. Das Unternehmen sei weltweit präsent und verfüge über wichtige operative Stützpunkte in Belgien, Frankreich, Italien, Indien und Saudi-Arabien.
Arquus ist in Frankreich nach eigener Angabe ein Keyplayer im Scorpion-Programm der französischen Streitkräfte. Zusammen mit Nexter und Thales ist Arquus an den Gefechtsfahrzeugen Griffon, Jaguar und Serval beteiligt.
Die belgischen Streitkräfte haben für das 2019 in Kraft getretene CAMO-Programm (Capacité Motorisée) 382 Griffon und 60 Jaguar bestellt, die ab 2025 geliefert werden sollen.
Redaktion / gwh













