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Litauen erwartet die deutsche Brigade mit offenen Armen. Während in Deutschland noch über die Kosten von zehn Milliarden Euro für die Brigade für die nächsten Jahre diskutiert wird, die im Verteidigungshaushalt nicht abgebildet sind, geht Litauen mit etwa einer Milliarde Euro in Vorleistung. Für ein Land mit 2,8 Millionen Einwohnern und einem Wehretat von etwas über zwei Milliarden Euro ist das eine enorme Summe. Der litauische Verteidigungshaushalt wird deshalb noch einmal steigen – von 2,84 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Bis 2027 wird eine komplette Kleinstadt für rund 10.000 Menschen (5.000 Soldaten und Zivilangestellte plus Familien) errichtet. Neben dem bereits vorhandenen Truppenübungsplatz Rukla wird außerdem nahe der Hauptstadt Vilnius der neue Truppenübungsplatz Rudninkai gebaut, der für übende Panzer geeignet sein muss. Er ist mit 170 Quadratkilometern etwas größer als die Stadtfläche von Mannheim. Litauen selbst hat keine Kampfpanzer. Der äußerste Rand des Geländes liegt nur elf Kilometer von der belarussischen Grenze entfernt. Hier werden etwa 80 Prozent der deutschen Brigade stationiert, am Standort Rukla die übrigen 20 Prozent.

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