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Nach der Billigung durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am 26. Juni kann die Bundeswehr einen Rahmenvertrag zur Beschaffung von bis 6.500 ungeschützten Transportfahrzeugen (UTF) in den Zuladungsklassen 3,5t, 5t und 15t abschließen. Die militärischen geländegängigen Lkw verfügen je nach Zuladungsklasse über zwei, drei oder vier angetriebene Achsen. Damit wird die 2017 begonnene Ausstattung der Truppe mit modernen Lkw für die Logistik und den Transport von Missionscontainern mit hohem Einsatz fortgeführt.

Erst am 13. Juni hatte das BAAINBw 1.515 Wechselladersysteme (WLS) im Wert von 920 Millionen Euro bei Rheinmetall bestellt, die noch in diesem Jahr geliefert werden sollen (ESuT berichtete).

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Der Bestand an ungeschützten militärischen Lkw in der Truppe soll um weitere 6.500 Fahrzeuge anwachsen. (Foto: BMVg)

Als erste Festbestellung aus dem neuen Rahmenvertrag soll eine dreistellige Anzahl an Fahrzeugen mit Containeraufnahmen und bereits integrierten Einbausätzen für Führungs- und Kommunikationssysteme sowie einer Vorbereitung zur einfachen Aufnahme der Fernbedienbaren Leichten Waffenstation FLW 100 bestellt werden, schreibt das BMVg. In der Tagesordnung des Haushaltsausschusses war die Stückzahl mit 610 Fahrzeugen angegeben. Dafür wurden 313 Millionen Euro freigegeben, die im Sondervermögen Bundeswehr und im Kernhaushalt des EPl 14 bereitgestellt werden. Erste Lieferungen sind noch für dieses Jahr vereinbart.

Aus den angegebenen Stückzahlen und vereinbarten Vertragssummen kann geschlossen werden, dass das Gesamtvolumen des Rahmenvertrags die drei Milliarden Euro Grenze überschreitet.

Gerhard Heiming