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Wie das Pentagon am Freitag berichtet, hat am selben Tag ein virtuelles Panel zum Thema „AUKUS: Bestandsaufnahme und Ausblick“ stattgefunden, das vom Center for a New American Security (CNAS), einem sicherheitspolitischen Think-Tank in Washington/DC, veranstaltet worden ist. Darin äußerte sich unter anderem Madeline Mortelmans, Abteilungsleiterin Strategien, Pläne und Fähigkeiten im US-Verteidigungsministerium.

Morrison nannte in diesem Zusammenhang die Nationale Verteidigungsstrategie (NDS) des Pentagon, die am 27. Oktober 2022 vorgestellte wurde. Darin wird ausdrücklich auf die „fortschrittliche technologische Zusammenarbeit“ im Rahmen des trilateralen Militärbündnisses verwiesen, das Mitte September 2021 von Australien, dem Vereinigten Königreich und den USA geschlossen worden ist. Im Mittelpunkt steht dabei der Aufbau einer australischen Flotte von nuklear angetriebenen U-Booten.

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Das atomar angetriebene U-Boot „USS Annapolis“ (SSN-760) macht im März dieses Jahres zu bilateralen Ausbildungszwecken im Marinestützpunkt Fleet Base West im westaustralischen Rockingham fest.
(Foto: U.S. Navy, Kaitlyn E. Eads)

„Ich“, so Mortelmans, „möchte betonen, dass AUKUS nicht statisch ist.“ Vielmehr werde die Dreier-Allianz weiterwachsen. „Die ideale Vorstellung ist, dass AUKUS so wird, wie wir im Verteidigungsministerium zusammenarbeiten – Barrieren niederreißen, die Vision unserer NDS von 2022 realisieren, wonach wir herausfinden, wie wir planen, wie wir entwickeln, wie wir beschaffen und wie wir früher und effektiver zusammenarbeiten“, so die Abteilungsleiterin.

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Madeline Mortelmans, Abteilungsleiterin im Pentagon, spricht sich für eine Intensivierung des AUKUS-Bündnisses aus. (Foto: U.S. DoD)

Laut Pentagon wird AUKUS auf zwei Säulen ruhen: Einerseits sollen die bisherigen diesel-elektrischen U-Boote Australiens durch drei nuklear angetriebene Subs der „Virginia“-Klasse ersetzt werden. Andererseits ist die Entwicklung gemeinsamer Fähigkeiten zur Stärkung der Interoperabilität bei Cyber, Künstlicher Intelligenz, Quantencomputer und zusätzlichen Unterwasserfähigkeiten geplant.

Dr. Gerd Portugall