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Bei der Informationslehrübung des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in Feldkirchen (20. bis 27. Juni) stellt Airbus Defence and Space das erste Seriensystem des Geschützten Verwundeten-Transportcontainers (GVTC) vor. Die Container sichern als Teil der Rettungskette die medizinische Versorgung bei Einsätzen in Krisengebieten.

Mit dem GVTC erhält der Sanitätsdienst der Bundeswehr eine zusätzliche Fähigkeit, in Krisengebieten Patienten geschützt in Krankenhäuser oder Feldlazarette zu transportieren und gleichzeitig lebensrettende Maßnahmen durchzuführen und sie medizinisch zu versorgen, schreibt Airbus.

Das Nachweisexemplar hatte Airbus am 20. April an die Bundeswehr übergeben. Nach Abschluss der Prüfungen konnte jetzt der Seriencontainer fertiggestellt werden, zur Vorstellung bei der Informationslehrübung. Die Auslieferung aller insgesamt 12 Systeme für den Einsatz an die Bundeswehr ist für die Jahre 2024 bis 2026 geplant.

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Der knapp sechs Meter lange GVTC von Airbus schützt Sanitätspersonal und Patienten vor ABC-Bedrohungen, Beschuss und schweren Explosionen. (Foto: Airbus)

Den knapp sechs Meter langen GVTC hat Airbus Defence and Space gemeinsam mit den Partnerunternehmen Drehtainer GmbH und Binz Automotive entwickelt. Nach Angabe von Airbus sind Patienten und Sanitätspersonal im Container gegen Beschuss, Minen und ABC-Kampfmittel geschützt. Die Ausstattung des rund 6 Meter langen Containers ermögliche eine notfallmedizinische Versorgung, wie beispielsweise eine Schockbehandlung, Defibrillation oder Überwachung der Vitalfunktionen. Darüber hinaus sei der Container mit einer Sauerstofferzeugungsanlage ausgestattet. Der Container bietet zwei Plätze für Sanitätspersonal und bis zu acht Plätze für Patienten.

Der GVTC wird Airbus zufolge auf einem geschützten Trägerfahrzeug betrieben, wodurch er mobil und für nahezu jedes Gelände geeignet ist. Das System sei per Lkw, Zug, Schiff oder Luftfahrzeug verlegbar und könne unter unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen, von -32°C bis +49°C, eingesetzt werden. Eine autarke Betriebszeit von mindestens acht Stunden ermögliche in unsicheren Einsatzgebieten eine effiziente und umfassende medizinische Evakuierung am Boden. Somit werde eine Fähigkeitslücke innerhalb der Bundeswehr geschlossen.

Redaktion / gwh