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Nachdem sich die ersten AMPS-Systeme, die Hensoldt im Juni 2023 geliefert hat, offensichtlich bewährt haben, haben die ukrainischen Streitkräfte weitere Airborne Missile Protection Systeme (AMPS) für den Selbstschutz ihrer Hubschrauber bestellt.

Ein hoher Prozentsatz der Flugzeugverluste in den jüngsten Einsatzgebieten wurde durch Infrarot-Boden-Luft-Raketen (IR SAMs) verursacht, schreibt Hensoldt. Darüber hinaus seien Laser- und Radarbedrohungen in den Einsatzgebieten immer häufiger anzutreffen. Um diese Bedrohungen zuverlässig zu erkennen, kann AMPS mit Raketen-, Laser- und Radarwarnsystemen konfiguriert werden, um durch schnelle Erkennung den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.

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Mit AMPS von Hensoldt können Hubschrauber gegen Angriffe mit Lenkraketen geschützt werden. (Grafik: Hensoldt)

Mit der Auslieferung moderner Detektions- und Selbstschutz-Sensorik sorgt Hensoldt nach eigener Angabe für eine moderne und durch die aktuellen Ereignisse erforderliche Ausrüstung der ukrainischen Streitkräfte.

„Mit AMPS sorgen wir für eine Steigerung der Verteidigungsfähigkeit der ukrainischen Hubschrauber“, sagt Tanya Altmann, Divisionsleiterin Optronics & Land Solutions bei Hensoldt. „Durch die Integration auf diese für uns neue Plattform schützen wir die Besatzungen vor einer Vielzahl von Bedrohungen, vor allem vor Boden-Luft und Luft-Luft-Raketen.“

Hensoldt beschreibt das AMPS als eine flexible, eigenständige Selbstschutz-Lösung für Hubschrauber und Flugzeuge. Durch den modularen Aufbau könne AMPS leicht an die spezifischen betrieblichen Anforderungen angepasst und für unterschiedliche Missionsprofile konfiguriert werden. AMPS-Komponenten seien der „Missile Launch Detection Sensor“ (MILDS), eine „AMPS Control and Display Unit“ (ACDU) sowie das aktive Bestätigungssystem (MACS), das Entfernung und Geschwindigkeit detektierter Flugkörper bestimmt und Fehlalarme eliminiert. Die auf den Hubschraubern bereits vorhandenen „Counter Measure Dispensing Systems“ (CMDS) können mit der aktuellen AMPS-Konfiguration weiterbetrieben werden.

Redaktion / gwh