Am Rande der „Ukraine Recovery Conference“ in Berlin haben Rheinmetall und die Ukraine ein Memorandum of Understanding zum Ausbau ihrer strategischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Darin haben der Minister für strategische Industrien, Oleksandr Kamyschin, und der Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, Armin Papperger, vereinbart, weitere Bereiche für eine vertiefte Kooperation zwischen der ukrainischen Verteidigungsindustrie und dem Düsseldorfer Technologiekonzern zu identifizieren und zu entwickeln.

In einer Pressemitteilung vom 13. Juni schreibt Rheinmetall, dass Im Rahmen der Zusammenarbeit neben möglichen Direktlieferungen durch Rheinmetall auch die (Re-)Industrialisierung von nationalem Fertigungs-Know-how einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Verteidigungsfähigkeit der Ukraine bilden soll.

Armin Papperger (l) und Oleksandr Kamyschin haben ein MoU zum Ausbau der Zusammenarbeit unterschrieben. (Foto: Rheinmetall)

Bestandteil eines noch zu schließenden Rahmenvertrags zur Lieferung von mehreren hundert Gefechtsfahrzeugen vom Typ Lynx an die Ukraine, wären auch Ausbildungs- sowie Wartungs- und Instandsetzungsleistungen.

„Mit dieser Vereinbarung bekräftigen wir unsere Absicht zur Zusammenarbeit auch in den kommenden Jahren und schaffen einen entsprechenden Rahmen. Konkret sind wir bereits in Gesprächen zur Gründung eines Joint Ventures zur Herstellung von Artilleriemunition in der Ukraine. Zudem wollen wir dem Land noch  in diesem Jahr erste Lynx-Schützenpanzer übergeben und zeitnah in die Fertigung dieser Systeme in der Ukraine einsteigen“, sagte Papperger.

Oleksandr Kamyschin ergänzte: „Die ukrainische Rüstungsindustrie war jahrzehntelang im Niedergang begriffen. Aber heute lebt sie wieder auf und leistet einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung der Ukraine – auch dank Partnern wie Rheinmetall. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung Rheinmetalls und das Vertrauen in die ukrainische Rüstungsindustrie. Und natürlich werden wir die gemachten Erfahrungen mit unseren Partnern teilen. Eines Tages wird die Ukraine der EU und der NATO beitreten – beide Organisationen werden damit einen starken Partner mit einer starken Verteidigungsindustrie haben, die nicht konkurriert, sondern ergänzt. Lassen Sie uns gemeinsam das Arsenal der freien Welt aufbauen.“

Redaktion / gwh