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Auf der ILA Berlin hat Diehl Defence zum ersten Mal ein Exponat des neuen Light Remote Carriers FEANIX (Future Effector – Adaptable, Networked, Intelligent, Xpendable) präsentiert.

Diehl beschreibt den Remote Carrier als angetriebenen Flugkörper mit einer hohen Reichweite, der sowohl aus der Luft, als auch von Land und See gestartet werden kann. Mit einem Gewicht unter 300 kg und einer Länge von weniger als vier Metern gehöre das Gerät zur leichten Gewichtsklasse (Light Remote Carrier, LRC).

Gekennzeichnet durch seine Modularität sei der LRC je nach Einsatzszenario und Mission individuell mit unterschiedlichsten Nutzlasten, von Sensorik bis hin zu letaler und nicht-letaler Effektorik, ausrüstbar. Durch die geringe Signatur (low observable) sei er für die gegnerische Luftabwehr schwer detektierbar und leistet einen wertvollen Beitrag zur vernetzten Gefechtsführung. Neben der angesprochenen Modularität zeichnet sich FEANIX darüber hinaus durch seine Vernetzungs-, Schwarm-, Durchsetzungs- und Stand-Off-Fähigkeit aus.

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FEANIX ist ein leichter Remote Carrier für Aufgaben wie im FCAS-Programm, aber deutlich früher verfügbar. (Foto: Diehl Defence)

Remote Carrier sind Kernbestandteil des internationalen FCAS-Programms, kommen aber auch über die FCAS-Rolle hinaus zum Einsatz, weshalb Diehl Defence eine operationelle Verfügbarkeit bereits deutlich vor dem FCAS-Realisierungszeitraum 2040+ anstrebt, schreibt das Unternehmen.

In den vergangenen Jahren hat Diehl Defence nach eigener Angabe im Bereich der Flugkörpersysteme vermehrt eigenfinanzierte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zu Remote Carriern durchgeführt. Der Fokus bei Diehl Defence liege auf den Remote Carriern der leichten Gewichtsklasse. Mit FEANIX treibe Diehl Defence das operationelle Konzept des LRC weiter voran, erweitere sein Produktportfolio zukunftsorientiert und schließe langfristig mit FEANIX als Produkt eine erkannte Fähigkeitslücke der Streitkräfte.

Redaktion / gwh